Archiv für März 2010

Raumhafen Adamant – Ratschlag 1

Mittwoch, 24. März 2010
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Eine Fortsetzungsgeschichte von André Wiesler

Milkam schüttelte verärgert den Kopf und wiederholte die Messung. Die Balken verschwanden, bauten sich neu auf und als das Piepsen verkündete, dass der Scanner seine Arbeit beendet hatte, leuchteten auf dem Bildschirm die gleichen Ergebnisse wie zuvor.
„Ingenieursgehilfe K-5 Gelamuderatukimefusikelanukilanutrisamutekofabitumehalufeketesame“, sagte Milkam tadelnd und sein Roboterkörper hob einen Zeigefinger.
Der Ramsaler krümmte sich zusammen, denn er wusste, dass der Arzt nur seinen vollen Titel und Namen benutzte, wenn er verärgert war. Bei der Bewegung rutschte eine der Windungen seines mittlerweile fast vier Meter langen, oberschenkeldicken Wurmkörpers von der Behandlungsliege und zog den Rest unaufhaltsam nach sich.
Wie ein sich abrollender Schlauch glitt Gelamude, wie ihn seine Freunde nannten, vom Tisch und landete auf dem weißen Boden der Krankenstation.
„Tut mir leid“, sagte der Ramsaler und sein Translingus klang irgendwie … zahnig. Kein Wunder, bestand sein Mund doch zu großen Teilen aus Zahnkreisen.
„`Tut mir leid´ hilft da wenig“, seufzte Milkam und füllte einen Dermaltransgressor mit dem Antiallergikum, das er vor kurzem entwickelt hatte. Er war sehr stolz auf den langen, von der Fachpresse sehr gut aufgenommenen Artikel über Allergieerkrankungen bei Ramsalern, den er daraufhin verfasst hatte. Immerhin konnte diese Spezies eigentlich alles fressen und verdauen.
„So, und ich will dich nicht noch mal dabei erwischen, dass du SulShamo-Küche verputzt.“
„Aber sie ist so … pikant.“
Milkam verdrehte die Augenstile, was sich jedoch nicht auf seinen veralteten Roboterkörper übertrug – dafür war die Gesichtmimik des antik zu nennende Stücks zu rudimentär. Also hob er dessen Arme. Natürlich war SulShamo-Küche pikant – sie wurde immerhin bei über 100 Grad serviert und gerne mit Vulkanasche gewürzt.
„Raus jetzt!“, forderte Milkam mit gespielter Strenge, drückte dem Patienten die schmale Platte mit dem Medikament knapp hinter die Mundöffnung auf den Körper und aktivierte das Gerät.
Gelamude kroch mit flachen, kleinen Bewegungen, die Milkam mittlerweile als Scham erkannte, aus der Station und erst als sich die Tür zischend wieder hinter ihm schloss, erlaubte Milkam sich ein Schmunzeln.
Es war schön, dass der Raumhafen Adamant nun eine große, stehende Mannschaft beherbergte, um die er sich kümmerte. Da fühlte er sich wieder wie ein richtiger Arzt. Von den unzähligen Besuchern des Urlaubsplaneten Adamant, die über den Raumhafen anreisten, sah er nur die akuten Notfälle.
Milkam seufzte, steckte seinem Körper ein Stück Energiekonzentrat in den Mund und nahm das TRAD mit der aktuellen Ausgabe von „Kebil-Medizin Aktuell“ zur Hand. Er hatte gerade einen Artikel auf dem großen Bildschirm des Geräts aufgerufen, da piepste seine Kommunikationskonsole.
Er seufzte erneut und trat an das Gerät. Ein Anruf vom Planeten, keine Kennung. Er drückte einige Knöpfe an dem alten Gerät, das noch zur Originaleinrichtung der Raumstation gehörte. Eigentlich waren mittlerweile tragbare Kommunikatoren Vorschrift für Kebil-Personal, aber Milkam war fest davon überzeugt, dass diese Dinger für die manchmal auftretenden Fehlfunktionen seines Körpers verantwortlich waren. Also war er bei dem guten alten klobigen Bauteil geblieben.
Der Ruf wurde aufgebaut und er sah ein kugelrundes Messinggesicht vor sich, in dem drei kugelrunde Messingkugeln Mund und Augen nachahmten und ein Kranz kleinerer Messingkugeln auf dem Hinterkopf die Audioscanner darstellte.
„Girbal“, wunderte Milkam sich erfreut. „Du bist auf Adamant? Was …“
„Ich habe nicht viel Zeit“, sagte der Saht am anderen Ende der Leitung. „In einer Stunde hinter der Lokalität `Grubenmuseum´ in der bunten Stadt, wir müssen uns treffen.“
Damit hatte Girbal auch schon wieder aufgelegt. Milkam blickte verwundert auf den Bildschirm. Warum diese Geheimniskrämerei? Aber wenn sein Erzeuger ihn rief, würde er folgen müssen.

Narbatur Segler nippte an seinem Shilsharak-Saft und bemühte sich, den beiden Kolleginnen möglichst lässig zuzunicken. Bei Sicherheitsfrau K-7 NehaLeke fiel ihm das vergleichsweise leicht. Die SulShamo wog etwa 300 Kilogramm, überragte ihn um fast einen Meter und ohne ihren Schutzanzug könnte man in ihrer Nähe Wasser zum Kochen bringen. Damit fiel sie aus Narbaturs Beuteschema deutlich heraus. Ganz zu schweigen davon, dass sie trotz seiner Beförderung zum Sicherheitsmann K-6 noch immer in der Hierarchie über ihm stand.
Sicherheitsfrau Eilani Sonnensucher hingegen war das genaue Gegenteil von NehaLeke. Schlank und biegsam wie eine Gerte und auf eine ganz andere Art und Weise heiß stand die blauhäutige Grilbenierin zudem als K-5 auch in der Rangfolge der Sicherheit unter ihm. Es mochte macho und sexistisch sein, aber was sollte er machen? Er hatte wohl von seinem Vater alte menschliche Unwerte geerbt.
Sherak Narjanka schnaubte in seinen Alkanuss-Sud und schüttelte schmunzelnd den Kopf, als Narbatur ihn ansah.
„Was denn? Darf man jetzt keine Kolleginnen mehr grüßen?“, beschwerte er sich bei dem Hakhasu. Der hob die Hand und winkte den beiden Sicherheitsfrauen seinerseits zu. „Natürlich darf man.“
„Was gibt es dann da zu lachen?“, wollte Narbatur wissen und biss von seinem Trilmaxfladen ab. Die Mischung aus Schärfe und Süße war hervorragend gelungen und er nickte dem menschlichen Koch in dem kleinen Imbiss anerkennend zu, der das Kompliment mit einem Lächeln entgegennahm.
„Du hechelst Eilani nun schon seit über einer Woche hinterher, und ich sage dir, das wird übel enden.“
„Erstens: Unfug! Und zweitens: Wieso?“, fragte Narbatur und beschloss, den Widerspruch in seiner eigenen Aussage zu ignorieren.
„Erstens: Wohl!“, brummte Narjanka und grinste so breit, dass seine Lippen sich an den Hauern spannten. „Und zweitens: weil man nichts mit einer anderen Sicherheitsfrau anfängt! Schon gar nicht jetzt.“
Narbatur wusste, worauf Narjanka anspielte. Die große Sternenratssitzung sollte auch in diesem Jahr auf Adamant stattfinden, und wenn man wusste, worauf man zu achten hatte, bemerkte man die strengeren Sicherheitsprotokolle. Stationskommandant Gosen hatte sie, geschickt wie er war, im Laufe mehrerer Wochen nach und nach verschärft, damit sie zum Stichtag den Kebil-Vorgaben genügten.
Die Sicherheitsleute liefen deutlich öfter Streife, was auch der Grund war, warum Narjanka und er heute auf dem Ring unterwegs waren, statt wie ursprünglich vorgesehen ihren Bürokratierückstand aufzuarbeiten.
„Liebesgeschichten im Kader sorgen nur für Unruhe, und ich an deiner Stelle würde Gosen nicht mit weiteren Problemen kommen“, fuhr der Hakhasu fort und stand auf.
„Ach komm, Gosen liebt mich!“, sagte Narbatur selbstbewusst. „Der alte Stahlbesen hat einen Narren an mir gefressen, den habe ich in der Tasche.“
Narjanka salutierte zackig und blickte über Narbaturs Schulter, der herumwirbelte und Gosen persönlich hinter sich vermutete. Doch da war bis auf eine Gruppe bunt gekleideter Luolmar-Händler niemand zu sehen.
Narjanka lachte dröhnen auf, was eine rote sentralitische Klonfrau in einem Overall so erschreckte, dass sie ihr Tablett fallen ließ. Da aber nur verpackte Waren darauflagen, war kein Schaden angerichtet.
„Sehr witzig. Mal sehen, wie es dir gefällt, wenn Gosen spitzkriegt, dass du deinen neuen Gleiter mit illegalen Treibdüsen ausgestattet hast.“
Nun war es an Narjanka, sich nervös über die breiten Schultern umzusehen. „Darüber macht man keine Scherze“, wisperte er.
Nabatur lachte und schlug seinem Freund und Kollegen auf die Schulter, was den Effekt eines Hiebs auf ein Stahlschott hatte. Man brach sich halb die Finger und erreichte nichts. „An die Arbeit! Der Ring patrouilliert sich nicht selbst.“

Milkam sah dem Taxishuttle etwas verloren hinterher, während es sich erhob und knapp unter dem im Moment grün leuchtenden Schutzschirm dahinschoss, der in der Perlenstadt über ihnen den Boden, hier unten aber die Decke darstellte.
Milkam fühlte sich in der bunten Stadt nicht wirklich wohl. Sicher, die Perlenstadt suchte er gerne mal auf, spielte ein bisschen in den Kasinos, sah sich Varietéshows an und genoss das Nachtleben. Denn dort oben hatte alles Klasse, war sauber und überwacht. Hier unten aber ließ der Sicherheitsdienst des Planteten viel zu oft die Antigrav-Steuerung locker und Pi auch schon mal glatt 3,2 sein.
Im Ergebnis fand man hier die Kriminellen, die sich auf verbotene Liebesdienste, illegales Glücksspiel und Schutzgelderpressung spezialisiert hatten. Was wollte Girbal hier?
Das Grubenmuseum war, wie sich herausstellte, als Milkam die Straße entlangging, gar kein Museum, sondern eine Kneipe. Sie gab sich, zumindest von außen, den Anschein eines Geteriumbergwerks, inklusive Arbeitsrobotern, die einem die Tür aufhielten … und Milkams Roboterkörper erschreckend ähnelten. Irgendwann würde er sich einen neuen leisten können. Er brauchte nur einmal richtig zu gewinnen, dann …
Milkam ließ den Eingang links liegen, bog um die Ecke und prallte zurück, denn an der Ecke presste gerade neckend ein Luolmar seinen Dreiecksmund auf den Hals eines Jasa Apokato, der daraufhin an dieser Stelle die gleiche graublaue Farbe annahm, wie die Haut des Luolmar. Milkam erschauderte. Diese Art von fleischlicher Verbindung war ihm als Arzt natürlich bekannt, aber als Saht eher zuwider.
Er ging weiter, das Licht des Schirms und damit der Umgebung wechselte langsam zu einem satten Gelb und so erstrahlte auch der eigentlich weiße Körper Sareils in dieser Farbe, als er jetzt in Sicht kam.
Milkam erstarrte, dachte kurz daran, sich zu entfernen, bevor sein Geburtsmitling ihn entdeckte, aber da war es schon zu spät. Die elaborierte Mimik von Sareils topmodernem Roboterkörper verzog sich zu sichtlichem Missfallen und er schüttelte kurz den Kopf, hob dann aber die Hand zu einem spöttischen Salut.
Milkam schnaubte und ging zu ihm hinüber. Natürlich würde sein Erzeuger auch Sareil zu einem Gespräch bitten, wenn er schon auf Adamant war. Immerhin entstammten sie beide seinem ersten Gelege.
Milkam nickte stumm und lehnte sich neben Sareil an die schmutzige Wand. Ein kopfgroßer, mit einem Rüssel bewehrter Schädling wühlte sich durch einen großen Stapel mit Müll am Ende der schmalen Gasse.
„Weiß du, was er will?“, fragte Sareil nach einigen Augenblicken.
Milkam schüttelte den Kopf.
„Schmollst du immer noch?“, fragte Sareil und versuchte ein Lächeln. „So langsam müsste doch wohl genug Zhagur denaturiert sein, damit du …“
„Halt’s Maul!“, verlangte Milkam barsch. Er würde Sareil seinen Verrat nie verzeihen, und der teure, neue Körper seines Geburtsmitlings würde immerwährendes Zeugnis über seine unmoralische Verfehlung ablegen.
„So war es immer. Wenn du nicht deinen Willen bekommst …“ Sareil machte eine fließende wegwerfende Geste, die Milkam nur umso wütender machte, weil er eine solche Beweglichkeit bei seinen Operationen sehr gut gebrauchen könnte.
„Müsst ihr beiden denn immer streiten?“, fragte eine metallische Stimme vom Eingang der Gasse und sie drehten sich um, Sareil deutlich geschickter, um ihren Erzeuger in seinem alten Roboterkörper auf sich zukommen zu sehen. Hinter ihm auf der Hauptstraße fuhr in diesem Moment ein Gleiterbus vorbei und die Scheinwerfer ließen seinen auf Hochglanz polierten Messingleib aufleuchten.
Milkam nahm den Geist seines Erzeugers in seinem eigenen wahr, spürte die Wärme des Larvennestes und die wohlmeinenden Gedanken. Doch dann wurde das Gefühl eisiger, als sich Ärger hineinmischte, der Erinnerungen an Jahre der strengen Erziehung wiederaufleben ließ.
„Ihr habt es nicht nur versäumt, euch weiterzubilden“, tadelte Girbals metallische Roboterstimme, „ihr habt sogar noch einiges verlernt.“
Milkam blickte betroffen zu Boden, Sareil hingegen funkelte ihren Erzeuger trotzig an. Das mangelnde psionische Talent seiner Nachkommen war Girbal stets ein Dorn im weichen Unterleib gewesen. Er, der Meister der Psionik, hatte extra die Mühe auf sich genommen, sich keinen Partner zu suchen, sondern sich selbst zu befruchten und die ganze Last der Erziehung auf sich zu nehmen. Doch sein Talent, das seiner Meinung nach Fortbestehen musste, war nur bei einem seiner Nachkommen wirklich gewachsen. Milkam und Sareil waren psionisch gesehen Blindgänger, was auch der Grund gewesen war, weswegen sie Lumbêz, ihren Heimatplaneten, unmittelbar mit Erreichen ihrer vierten Form verlassen hatten und zum Kebil Konsortium gegangen waren.
„Gut, dann muss ich euch eben durch Worte vermitteln, was vor sich geht.“ Seine Audioscanner drehten sich schneller. „Wir haben nicht viel Zeit, vermutlich sind sie mir schon auf der Spur.“
Er hatte es eben ausgesprochen, da strahlte erneut ein helles Licht in die Gasse, doch diesmal fuhr es nicht vorbei. Er gehörte zu einem breiten Antigrav-Motorrad, auf dem ein fettleibiger K’schigote saß. Einer seiner Backensäcke hing schlaff und vernarbt herunter, aber der andere pumpte sich dafür umso beeindruckender auf und er brüllte: „Holt sie euch!“
In dem Moment brach die Hölle los. Von oben stürzte ein riesiger Hakhasu mit Antigrav-Stiefeln auf sie hinab, die Druckkanone im Anschlag. Zu beiden Seiten des K’schigoten stürmten grilbenische Halsabschneider auf sie zu, einige mit Thermomacheten und Schockschwertern, andere mit Laserpistolen. Und jetzt sprang auch noch eine schlanke Vulbrina in enger Lederkleidung in einem gestreckten Salto von der Rückenlehne des K’schigotenanführers herab, in der einen Hand eine Diffusorpistole, in der anderen ein langes Messer und nun wuchs ihr ein dritter Arm, mit dem sie eine Laserpistole zog.
„Hast du eine Waffe?“, fragte er Sareil und kannte die Antwort schon, bevor der teure Roboterkörper den Kopf schüttelte.

Wird fortgesetzt …

Mehr zur Spezies der Ramsaler finden Sie in einer der kommenden Ausgaben der Media-Mania (www.media-mania.de). Die Vergangenheit der Saht Milkam und Sareil (und anderer Figuren) beleuchtet der Roman „Raumhafen Adamant – Die vergessene Schlacht“, der im September im Ulisses-Spiele-Verlag erscheint.
Ein Tagebuch über die ersten Diensttage von Narbatur Segler auf dem Raumhafen Adamant erscheint nach und nach im Blutschwerter-Forum (www.blutschwerter.de).

Nochmal zum Vater der Fluten

Mittwoch, 17. März 2010
nochmal-zum-vater-der-fluten

Nun, da die Arbeiten am Gruppenabenteuer Hort in der Tiefe begonnen haben, das sich lose an das Soloabenteuer Eilifs Schatz anschließt und als ein Einsteiger-Abenteuer (ähnlich wie die ‘Rote Reihe’ der E-Abenteuer) angelegt ist, ist es angebracht, erneut auf die Spielhilfe Vater der Fluten hinzuweisen.

Vater der Fluten ist ein Band aus der Reihe der Veröffentlichungen, die in direktem Zusammenhang mit den Drakensang-Computerspielen stehen und in seinem Fall mit Drakensang: Am Fluss der Zeit sowie den Browser-Spielen Saat des Zorns I und II (und auch dem Roman Das Ferdoker Pergament).

Der Band ist auch darüber hinaus eine echte Neuerung, denn er umfasst Informationen, die für gewöhnlich ein Regionalband oder ein Quellenband sammelt. Dabei sind diese jedoch auf einen begrenzteren geographischen Raum zugeschnitten, nämlich den Großen Fluss und die Region des Fürstentums Kosch, in der Drakensang spielt. Dazu bietet der Band durchdachte Abenteuer-Aufhänger, die zum einen eine direkte Verbindung zum Computerspiel haben, zum anderen aber auch darüber hinausgehen und aventurische Geschichte mit einbinden. Diese Szenario- oder Abenteuer-Ansätze sind explizit einsteigerfreundlich gestaltet, vor allem wegen der detaillierten Ausarbeitung der präsentierten Figuren, die der Band zur Verfügung stellt und näher beleuchtet.

Und eine weitere Besonderheit kennzeichnet Vater der Fluten: Der Band ist in der Kaiser-Hal-Zeit angesiedelt, also der “guten alten Zeit”, in der von vielen düsteren Schrecken in Aventurien noch nichts zu ahnen war und Helden noch unbeschwerter durch die Welt ziehen konnten. Damit schlägt er eine Brücke zu den alten Spielhilfen und auch beliebten Abenteuern wie Strom des Verderbens oder Das Turnier von Gareth.

Vater der Fluten ist also eine innige Mischung aus Regional-, Quellen- und Abenteuerband und damit ein echtes – und für Meister wie Spieler interessantes – Novum.

Die Welt braucht mehr Cyberware!

Dienstag, 09. März 2010
die-welt-braucht-mehr-cyberware

Nun, ob diese Aussage auf unsere eigene Welt zutrifft oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber für die Welt der Freelancer trifft sie auf jeden Fall zu, denn nachdem die Fantasy-Formen des  Hexxagon-Hintergrunds das passende Fundament gelegt haben und durch die arkadischen magischen Formen des Dynamics-Hintergrundes erweitert wurden, ist es höchste Zeit für ein paar technologische Extras. Diese bietet ab diesem Sommer der 3. Freelancer-Hintergrund mit dem Titel “Reenact 2332“.

Was genau es mit diesem seltsamen Titel auf sich hat, können die Spieler und ihre Freelancer nur auf eine einzige Weise herausfinden: Indem sie sich der dazugehörigen Kampagne stellen, ihre Körper mit arschgeilen, nie dagewesenen Cybersystemen aufmotzen und sich mit brutalen Maschinenmonstern herumprügeln, während sie versuchen, einen verschütteten Teil ihrer Erinnerungen freizulegen. Ihr Ziel: Vielleicht die Welt zu retten, zumindestens aber der ultimativen Wahrheit ihrer Existenz ein Stück näher zu kommen.

Eine einleitende Kurzgeschichte steht bereits auf www.freelancer-rpg.de zur Verfügung, weitere Bits und Pieces folgen demnächst. Watch this space!

Hallen arkaner Macht – Die Magierakademien Aventuriens

Montag, 08. März 2010
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Schon vor einiger Zeit wurde verkündet, dass Ulisses Spiele in diesem Jahr eine Spielhilfe zu den Magierakademien Aventuriens herausbringen wird. In diesem Buch soll nicht nur ein Überblick über das Leben an diesen Ausbildungsstätten für Jungmagier gegeben werden, sondern auch ausgewählte Akademien ausführlich vorgestellt werden. Inzwischen wurde sogar beschlossen, dass ein zweiter Band ebenfalls angefertigt werden soll, um somit nicht nur Beschreibungen einzelner Akademien zu haben, sondern mit diesen zwei Bänden eine Gesamtübersicht über die Magierakademien Aventuriens zu haben.

Durch diese Änderungen in der Konzeption wurden in Foren und auf Conventions bisher unterschiedliche Angaben gemacht, welche Akademien denn nun in welchen Band kommen. Aus diesem Grund soll hier noch ein mal die endgültige Aufteilung verkündet werden.

Im ersten Band werden beschrieben:

  • Belhanka
  • Brabak
  • Donnerbach
  • Fasar (Akademie der Geistigen Kraft)
  • Festum
  • Gareth (beide Akademien)
  • Lowangen (Akademie der Verformungen)
  • Kuslik (Halle der Metamorphosen)
  • Methumis
  • Mherwed
  • Olport
  • Perricum
  • Riva
  • Thorwal
  • Zorgan

Wer seine Lieblings-Akademie in dieser Liste vermisst, der muss sich allerdings nicht grämen, denn wie bereits gesagt werden die übrigen Akademien in einem zweiten Band beschrieben.

Jede Beschreibung umfasst spielrelevante Informationen wie Räumlichkeiten, Meisterpersonen und Geheimnisse der Akademie, sowie umfangreiches Kartenmaterial.

Neues von den Alveraniaren

Freitag, 05. März 2010
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Es ist schon etwas länger her dass die Alveraniare von 13 auf 9 Personen reduziert wurden aber wir wollen hier dennoch kurz darauf eingehen. Die vier ausgeschiedenen Alvis sind Frank ‘Darador’ Parting, Tobias ‘Yalsicor’ Hamelmann, Jörg ‘Garafan’ Middendorf und Stephan ‘Bishdariel’ Feger und sie haben die Gruppe entweder aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen verlassen. Dennoch stehen sie dem Team aber noch mit Rat und Tat zur Seite. An dieser Stelle danken wir den Kollegen für ihre bisher geleistete Arbeit und wünschen ihnen alles erdenklich Gute für ihre private und berufliche Zukunft. Die gute Nachricht aber ist, dass wir nicht so ganz Abschied nehmen müssen, denn im Falle einer Personalknappheit auf einem der großen Cons kann es durchaus passieren, dass bereits ausgeschiedene Alveraniare reaktiviert werden. Es mag also sein, dass Darador, Yalsicor, Bishdariel und Garafan, vielleicht aber auch Aves oder sogar Gorfang für den DSA-Fan auf einer der Conventions das eine oder andere Abenteuer leitet. Einzig Bishdariel wird dieser Ehrenpflicht wohl so schnell nicht nachkommen können, da er noch in diesem Jahr auf große und lange Reise ins ferne Kanada geht. Bon Voyage et bon chance, mon Ami! Vergiss nicht zwischendurch mal eine Karte zu schreiben.

Tja, dann kommen wir mal ohne Umschweife auf das diesjährige Programm zu sprechen. Fakt ist, dass die Alveraniare primär die sechs großen Cons in Deutschland besuchen werden und das wären am 17. & 18.04.2010 die RPC Germany in Köln, am 04. bis 06.06.2010 die NORDCON in Hamburg, am 19. & 20.06.2010 Hannover spielt! 17 in Hannover, 24. & 25.07.2010 die Feencon in Bad Godesberg, im November am 20. und 21.11.2010 die Dreieichcon in Dreieich und natürlich vom 10. bis 12.09.2010 die RatCon in Dortmund, die DSA-Hauscon.

Ganz sicher werden auch einige der so genannten ‘Klein-Cons’ (Morpheus in Herne, die Sparrencon in Bielefeld, das Fantasy Festival in Schweinfurt etc.) von Alveraniaren besucht, aber hierzu kann derzeit noch gar keine Aussage gemacht werden. Das alles liegt einzig daran, dass die ‘Götterboten’ alle noch nebenher einer regulären beruflichen Tätigkeit nachgehen. Weil hier viele Faktoren eine große Rolle bei der Freizeitplanung spielen (Familie, Freunde, Überstunden etc.), können sie meist leider nur sehr kurzfristig ihre langen Wochenenden planen. Daher werden genauere Aussagen zu Einsätzen immer erst dann von offizieller Seite aus erfolgen, wenn feststeht, Wer Wann Wo anzutreffen ist. Ich bitte hier einfach um Nachsicht und Verständnis. Danke sehr!

Was aber ganz sicher feststeht, ist die Zusammensetzung des derzeit aktiven Teams. Dabei handelt es sich um:

  • Swafnir – Patrick ‘Paddy’ Fritz
  • Xeledon – Chris Gosse
  • Branibor – Tilo Hörter
  • Mythrael – Christian ‘Hötti’ Hötting
  • Simia – Michael Masberg
  • Famerlor – Ingo Mittas
  • Naclador – Daniel Simon Richter
  • Obaran – Martin ‘Refano’ Schmidt
  • Urischar – Uli Kneiphof

Als Urischar leite ich die Alveraniare auch weiterhin, da ich aber auch die Myraniare vom Uhrwerk-Verlag und das Ulisses Demoteam leite, werde aber aus koordinativen Gründen nur noch sehr selten dazu kommen, ein Abenteuer zu meistern.

Sicher ist aber auf jeden Fall, dass die Alveraniare auf der RatCon wieder ihr beliebtes Multiparalleles Abenteuer (MPA) anbieten und das zu diesem Zweck auch einige von den ausgeschiedenen Kollegen am Start sein werden. Zu weiteren Programmpunkten möchte ich ebenfalls nichts sagen. Denn wie heißt es doch so treffend? Man soll nicht über ungelegte Eier sprechen. Tue ich auch nicht und deshalb sind der Worte nun auch genug gewechselt. Bis demnächst, bleibt uns gewogen.