Archiv für August 2012

Traumreise zu gewinnen!

Montag, 27. August 2012
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Nein, Ulisses verlost keine Kreuzfahrt durch die Charyptik, keinen Städtetrip nach Vinsalt und auch keinen Strandurlaub unter aranischen Palmen. Dennoch lädt euch ein vor kurzem erschienenes Abenteuer auf eine durchaus wörtlich zu nehmende „Traumreise“ ein. Die Rede ist von Der Fluch des Flussvaters, in dessen Verlauf die Helden unter anderem den bisher umfangreichsten Besuch in das Reich des namensgebenden Wesens unternehmen können. Doch welcher Gestalt ist dieses und was erwartet die Helden dort? Das Reich des Flussvaters wartet auf euch!

Nun, zu viel wollen wir natürlich nicht preisgeben, aber wie ein Blick in Am Großen Fluss verrät, handelt es sich weder um einen Ort auf Dere noch um eine Globule, sondern vielmehr um ein waschechtes Traumland. Die wenigen Aventurier, die dieses Reich bisher betreten durften – bestenfalls sogar mehrmals – werden bestätigen, dass keine zwei Besuche einander gleichen. Denn stets wird der königliche Hof des Flussvaters neu erträumt und jedes Mal gibt es noch zauberhaftere Orte und bizarrere Wesen in ihm zu entdecken.

Freunde des Märchenhaften werden also sicherlich auf ihre Kosten kommen, wenn ihre Helden gemeinsam mit Forellen-Biestingern bei dem wohl ungewöhnlichsten Ferdoker Hellen ihres Lebens Spottlieder auf die Angbarsche singen. Wenn sie gegen tapfere Krebsritter wie Ector vom Blauen Steine oder Forfex den Roten um einen Kuss der bezaubernden Nymphe Aralla auf Schaumrössern zur Tjoste antreten. Wenn sie die gigantischen Pfeiler der Zwölfgötterbrücke einmal aus gänzlich anderer Perspektive schauen dürfen. Oder wenn der närrische Scheik Chasamar mit gluckernder Stimme zum Spiel der Bandurria singt, auf dass kein Auge trocken bleibt – bei genauerer Betrachtung ist dies unter Wasser aber wohl auch keine allzugroße Kunst.

Allein, eure Helden werden diese Reise nicht zum Vergnügen antreten, denn wie die Havener intuitiv spüren, scheint der Flussvater den Menschen zu zürnen und sein Reich in Gefahr zu sein. Und tatsächlich beeinflussen sich die Ereignisse im Großen Fluss und die Situation im Reich unter den Wogen gegenseitig. So, wie die Schrecken des Tages sich in unsere Albträume schleichen und ein Nachhall von derlei Träumen noch beunruhigend im Wachzustand verbleibt. Denn etwas Fürchterliches durchstreift die Muhrsape in diesen Tagen: eine leibhaftige Seeschlange hat sich in den Sümpfen eingenistet, ist gewachsen und vergiftet nun Körper und Seelen – selbst die des Flussvaters ist nicht gefeit, ist sie doch mehr als die jedes anderen Wesens mit dem Schicksal des Großen Flusses verbunden.

Wieder einmal liegt es also an Ihren Helden, für einen Sieg gegen die dunklen Mächte zu sorgen – und das unter und über den Wogen. Selten jedoch konnten sie dabei auf solch wundersame und tapfere Verbündete zurückgreifen wie in diesem Abenteuer. Und so werden die Helden sich ihren Weg zu den Freunden und durch alle Gefahren unter Zeitdruck geradezu „erträumen“, nachdem sie mit Hilfe alter Bekannter überhaupt erst einen Weg zum Flussvater auftun konnten. Vor allem aber werden sie die wahren Hintergründe des Fluches aufdecken und ihn schließlich brechen – oder vielmehr ersetzen, denn nichts ist ohne Preis; das gilt noch viel mehr am Königshof des Flussvaters als am Albernischen. Und das alles nur, um sich schließlich einem der gefährlichsten Untiere Aventuriens zu stellen? Mögen Barden und Skalden noch lange von ihren Heldentaten singen!

Um auch einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu geben, sei gesagt, dass Der Fluch des Flussvaters auch in seiner Entstehung etwas Besonderes ist: Als ich gemeinsam mit Matthias Freund im letzten Jahr als frisch gebackener Das Schwarze Auge-Autor dieses Abenteuers übernommen habe, lagen uns die Texte von Tobias Radloff wie ein kleines Puzzle vor, das es spannend wie auch schlüssig zu verknüpfen und zu vollenden galt. Keine leichte Aufgabe, aber während der Arbeit an diesem Abenteuer fügten sich die großartigen Ideen unseres Vorgängers Tobias, die kritischen Anmerkungen unseres Redakteurs Daniel Simon Richter und unsere eigenen Ausarbeitungen zu einem wundervollen Ganzen zusammen. Heute kann ich mit Stolz behaupten, dass in diesem Abenteuer allen etwas geboten wird, Monsterjägern und Träumern, Wildniskundigen und Stadtmenschen. Die Ideen aller Beteiligten haben sich sehr schön ergänzt und wir haben voneinander profitiert.

Wir jedenfalls wünschen euch schon jetzt viel Spaß mit diesem Band und angenehme Träume! Das wohl!

Matthias Freund und Dominic Hladek

Ratcon 2012 – Ein (etwas ausschweifender) Rückblick

Donnerstag, 23. August 2012
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Die Ratcon 2012 ist beendet, das damit einhergehende Schlafdefizit einigermaßen aufgearbeitet und jetzt wird es Zeit, für einen sehr subjektiven und persönlichen Rückblick. Das Con-Wochenende begann am Freitagmittag mit der freudigen Überraschung, dass mein Auto nicht ansprang. Das ist für die Con an sich erstmal unwichtig, die Relevanz wird sich jedoch im weiteren Verlauf erschließen.

Im Wagen eines Kollegen erreichte ich die Stadthalle Unna dennoch rechtzeitig und hatte sogar noch Zeit, mich in der weitläufigen, freundlichen und vor allem sauberen Stadthalle umzuschauen. Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass die Lokalität auch am Sonntagnachmittag (nach über 1200 Gästen) noch weitläufig, freundlich und im Gegensatz zu früheren Ratcon-Jahren auch im Sanitärbereich immer noch sauber war.

Der Aufbau des Ulisses-Standes war wie üblich als Gemeinschaftsaktion des Personals und unserer fleißigen Conhelfer schnell erledigt, machte in diesem Jahr aber doppelt soviel Spaß, hatten wir doch Highlights wie den Geheimband, limitierte Energydrink-Dosen mit Göttersymbolen und nicht zuletzt großformatige Wandtattoos dabei. Von unserem B-Ware-Stand, der am Samstag enthüllt wurde, ganz zu schweigen. Hier wuchs Clemens als Marktschreier über sich selbst hinaus und beschenkte besonders eifrige Kunden mit Bananen, Äpfel, Dosenbohnen und Katzenfutter (ehrlich!). Ein großer Spaß für alle Beteiligten. Auch Markus Plötz stand persönlich am B-Ware-Stand und hat das gesamte Wochenende mit einem Heidenspaß Sachen an den Mann und die Frau gebracht – das hätte ich ihm gar nicht zugetraut.  Im Video von Orkenspalter kann man während des Interviews zu Uthuria einen kleinen Eindruck davon gewinnen.

Wer sich fragt, was in den vielgelobten Contüten drin war, der kann es sich hier von Mháire von der Late Nerd Show zeigen lassen. Wer es nicht zur Ratcon geschafft hat, hat übrigens auf der DreieichCon noch mal die Gelegenheit, an das Abenteuer T10: Odem der Kälte heranzukommen.

Freitagabend fand zuerst einmal die Enthüllung des Geheimbandes in einem gerammelt vollen Workshopsaal statt. Wie das vor sich ging, könnt ihr in diesem Video nacherleben. Nachdem im Anschluss an die Enthüllungsveranstaltung gegen 22:30 Uhr der Ansturm auf die Elementaren Gewalten langsam nachließ, machten wir den Stand dicht und wollten noch etwas essen gehen. In Unna eine nicht ganz so leichte Aufgabe, wie sich herausstellte. Der aufgespürte Italiener hatte bereits dicht, ebenso wie vermeintlich alle anderen fußläufig erreichbaren Einrichtungen. Bis wir uns dann durchgerungen hatten, beim Schotten einzukehren, war es 23:00 und um diese Uhrzeit machte sogar das Restaurant mit den goldenen Bögen zu. Voller Verzweiflung kauften wir drei Hamburger, zwei Cheeseburger und eine geriatrische Pommes auf, die „noch in der Auslage“ waren, dann fegte man uns vor die Tür. Nur die Tatsache, dass wir gefühlte fünf Meter Luftlinie vom ersten Italiener unversehens einen zweiten entdeckten, der uns sogar um 23:30 noch freundlich empfing, bewahrte uns davor, das Zeug wirklich essen zu müssen. Natürlich beehrten wir ihn am Samstag erneut, was ihn dazu brachte, uns darauf hinzuweisen, dass sie Montag zu hätten. Er wirkte regelrecht erleichtert, als wir ihm verrieten, dass wir Sonntag wieder abreisen würden.

Der Samstag begann für mich gegen 9:00 vergleichsweise früh mit diversen Gesprächen und ein bisschen Standarbeit. Um 11:00 startete Eevie Demirtel dann ihren Workshop zu Exoten im Rollenspiel und Mike Krzywik-Groß las um 12:00 aus Angbar Mortis. Ich trieb mich in der Zeit im Haus herum, gab Interviews und unterhielt mich mit zahlreichen KollegInnen und Gästen. Schon da zeigte sich, dass die Ratcon in diesem Jahr mit deutlich besserer Stimmung an den Start ging, als im letzten Jahr. Auch das Programm neben Das Schwarze Auge wurde gelobt . Die Battletechmeisterschaft und diverse Workshops zu anderen Themen rund um das schönste Hobby der Welt bildeten da nur die Spitze des Eisbergs – gerade bei den Spielrunden zeigte sich schnell, dass unsere Einladung, auch andere Systeme auf die Ratcon zu holen, gern angenommen wurde.

So motiviert begleitete ich Christian Trinczek in seinen Workshop zum Thema Schicksalspfade (hier zu begutachten) und danach fand die Uthuria-Lesung statt. Dazu hatte ich mir den amtierenden Schwergewichts-Respect-Meister im MMA Björn Schmiedeberg geladen, der mich vor laufender Kamera ordentlich vertrimmt hat (und ich ihn – was in den zwei Jahren seitdem ich bei ihm trainiere das erste Mal war). Wie sowas aussieht, könnt ihr hier begutachten.

Eine Stunde Pause nutzte ich um am Meeting Point vorbeizuschlawinern, wo Alex Spohr gerade mit den Spielern über den kommenden Hexenband diskutierte. Es zeigten sich zwei Dinge. Erstens: Auch der Meeting Point wurde gut angenommen und produktiv zum Dialog genutzt. Zweitens: Im nächsten Jahr muss der woanders hin! Die zentrale Lage war ein Plus, wog aber die Lärmkulisse nicht auf. Gerade wo wir bei den Spielrunden sehr drauf geachtet hatten, ein ruhiges Spiel zu gewährleisten, haben wir beim Meeting Point ein bisschen ins Klo gegriffen. Kommt auf die Merkliste, ebenso wie die Tatsache, dass ich mal bei einem Voodoo-Priester vorbeischauen und meine Gremlins weghexen lassen muss.

Wann immer ich nämlich gen Abend zum Stand zurückkam, ging das Licht aus. Ein Techniker konnte das Problem schließlich beheben, aber das sollte nicht das letzte technische Missgeschick bleiben, dass – da bin ich mir sicher – auf meinen Familienfluch zurückzuführen ist (ich habe dazu mal eine Kolumne verfasst). So sorgte ein weiterer technischer Patzer dafür, dass die PDF-Codes, die wir für die Spielleiter-Westen gestiftet hatten, nicht problemlos eingelöst werden konnten.

Aber das Wetter war gut, die Laune noch besser und zumindest überall wo ich nach einem Stimmungsbild gefragt habe, waren alle sehr zufrieden mit der Ratcon. Es gibt immer etwas zu verbessern, und das werden wir unter Berücksichtigung der von euch im Forum und in Mails an die Feedback-Adresse vorgebrachten Vorschläge auch machen, aber nach meinem Dafürhalten hat die Ratcon unter Reiner Heeps kundiger Hand einen hervorragenden Neustart hingelegt.

Mit Schlag den Redakteur haben wir uns die Freiheit genommen, einfach mal ein bisschen albern zu sein und Spaß mit euch zu haben. Es scheint uns geglückt – die gute Stimmung kommt auch im Video zur Veranstaltung rüber.

Bei der Produktvorstellung war unter anderem Uthuria, das ich seit kurzem als Chefredakteur betreue, ein Thema. Thomas Bender von Dorp-TV war so freundlich, nicht nur die Kamera auf die gesamte Produktvorstellung zu richten (der komplette Film hier) sondern hat sogar noch ein Uthuria-Special zusammengeschnitten, dass ihr hier sehen könnt.

Die anschließende Fragestunde empfand ich als sehr produktiv und angenehm. Viele der Ideen nehmen wir mit in die Entwicklung kommender Projekte. Wenn euch noch etwas eingefallen ist, oder beim Anschauen des Videos eigene Fragen aufkommen, stellt sie uns im Forum oder schreibt an die feedback@ulisses-spiele.de.

Die tapfere Eevie hat gleich im Anschluss noch zwei weitere Workshops gehalten und ich rechnete schon fest damit, sie ins Hotel tragen zu müssen, aber die Unermüdliche hat nicht nur ihr Programm absolviert, sondern war auch danach noch für alle zu sprechen. Ebenso wie Michael Mingers, der sich mit Clemens zusammen schon vorher mit der Batteltech-Community getroffen und rege ausgetauscht hatte, Alex Spohr, der diverse Meeting-Point-Programmpunkte begleitete und Daniel Simon Richter, der unermüdlich und mit großem Einsatz das MPA am Laufen hielt.

Um 21:00 wurden dann diverse Preisträger  (u.a. des Auf Aves Schwingen-Wettbewerb) gekürt und der Magister der Magister ausgefochten, mit Fragen wie (nicht genau, aber in etwa so): „Was geschah am 3. Praios 140 BF?“ – „Der Kaiser beschloss, fürderhin nur noch auf einem statt auf zwei Kissen zu schlafen.“ Aber im Ernst: Große Hochachtung für das Fachwissen, das die beiden Finalisten bewiesen haben. Bis auf eine Frage hätte ich sie allesamt – trotz zwanzigjähriger Das Schwarze Auge-Erfahrung als Autor und Spieler und Quellenbüchern auf dem Nachttisch – nur mit Hilfe des Internets (oder der restlichen Das Schwarze Auge-Redaktion) beantworten können, und die Fragenden Gesichter im Publikum lassen mich für die meisten anderen Ähnliches ahnen.

Der Sonntag brachte (wieder viel zu früh, aber immer noch gut gelaunt) u.a. die szenische Lesung aus den beiden Dunkle-Zeiten-Romanen von Judith C. Vogt. Sie wurde verstärkt durch Eevie Demirtel, der man die harten Con-Tage schlichtweg nicht anmerkt, selbst in Slowmotion nicht (wer selbst schauen möchte: Hier der Film). Beneidenswert.

Meine eigene Con-Blässe wurde allerdings noch fahler, als ich am Montag bemerken musste, dass die Gremlins am Sonntag erneut zugeschlagen hatten. Prompt zum Ende der DZ-Lesung hat nämlich unser formschönes und leistungsstarkes Mikro unbemerkt den Geist aufgegeben – oder eher: Die Batterie hat den Geist aufgegeben. Das Endergebnis bleibt sich aber gleich: Alles, was ich nach 13:50 aufgenommen habe, ist stumm.

Das ist doppelt ärgerlich, da zwei meiner persönlichen Highlights am Sonntagnachmittag lagen und jetzt nur zum Stummfilm und für Lippenleser taugen. Da war zum einen die Taladur-Lesung, auf der fünf der sechs AutorInnen der Reihe vor Ort waren und teilweise aus noch unveröffentlichten Büchern vorlasen und zum anderen die Podiumsdiskussion. Gerade letztere hat ein paar spannende Fragen aufgeworfen und teilweise auch beantworten können. Sehr ärgerlich, dass dieses Zeitdokument verloren ist. So bleibt mir nur, euch auf die Berichte darüber im Internet zu verweisen, beispielsweise bei Sphärengeflüster (Ramona saß im Panel der Diskussion).

Der Sonntag klang für mich entspannt aus, denn ich diskutierte sehr angeregt und angenehm mit einigen Interessierten über dies und das und besprach, wie Ulisses von den Fans wahrgenommen wird und wie wir uns manche Dinge gedacht haben, die dann völlig anders aufgenommen wurden. Weniger angenehm waren die düsteren Blicke der KollegInnen, als mir auffiel, dass ich mich vor lauter netten Gesprächen gerade vor dem Abbauen drückte. Man sah dann jedoch dankenswerterweise doch davon ab, mir die letzte Dose Katzenfutter zu verabreichen.

Stattdessen verabschiedeten wir uns und waren uns einig: Die Ratcon hätte gerne noch ein bis zwei Tage länger sein können. Ich freue mich schon sehr aufs nächste Jahr – dann  hoffentlich ohne Gremlins. Der neue Termin steht auch schon fest: 30. August bis 1. September.

Euer André

In Würden spielen – Der Das Schwarze Auge-Tisch

Dienstag, 21. August 2012
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An diesem Tisch würde sicher jeder Das Schwarze Auge-Fan nur zu gerne spielen. Im folgenden Blog erläutern die Macher, wie das edle Stück entstanden ist – eine kreative Leistung, die unserer Meinung nach eine Würdigung verdient.

Teil 1.  Zunächst zu uns (Wie Firun durch die Wälder streifte…)

Wir sind zwei Studenten aus Duisburg, die bereits seit der Schulzeit miteinander befreundet sind. Auf Das Schwarze Auge sind wir durch einen weiteren Schulfreund gekommen und sind somit seit nunmehr sechs Jahren dabei. Zunächst spielten wir immer in mehr oder weniger schönen Räumlichkeiten, da wir sonst keinen geeigneten Platz fanden.

Teil 2. Die Idee (Als Tsa ein Kind gebar)

Nach einer kleinen Entrümpelung eines alten Party Kellers in Philipps Haus, hatten wir endlich eine Feste Location. Diese war zunächst noch provisorisch und sollte es auch lange bleiben. So spielten wir die letzten Jahre auf einem zweckentfremdeten Tapeziertisch welcher mehr schlecht als recht war. Bei der Entrümpelung von Christophs Garage fanden wir endlich einen annehmbaren Tisch, den wir natürlich direkt in unseren Keller verfrachteten. Spaßeshalber schlug Philipp vor doch eine Karte von Aventurien auf den Tisch zu brennen. Eine Idee ward geboren. Da es sich bei dem Tisch aber um einen altes Erbstück handelte, beschlossen wir uns eine Platte im Baumarkt zu besorgen.

Teil 3. Die Platte (Phexens Gunst ereilte uns)

Somit zogen wir also mit dem Gedanken uns eine Spanholzplatte im Baumarkt zu kaufen los. Jedoch wurden wir nicht fündig, da die Angeboten Platten zu klein waren. Wir wollten das Feld schon räumen, als uns auf dem Weg zur Kasse eine Platte ins Auge fiel, welche endlich unsere Kriterien erfüllte.
Sie war stabil genug um als Tischplatte dienen zu können und hatte die Maße 210cm x 90 cm. Die Platte selbst diente eigentlich dazu Fliesenkartons auf Europaletten zu trennen damit diese den Transport gut überstehen.
Dreist wie wir sind, haben wir kurzerhand einen Baumarktmitarbeiter gefragt ob die Platte zum Verkauf steht. Netterweise überließ uns der Baumarkt die Platte.

Teil 4. Das Logo (Der ungepflügte Acker der Peraine)

Kaum zuhause angekommen, haben wir uns direkt daran gemacht das „Das Schwarze Auge“ Logo auf den Tisch zu zeichnen und mit einer Lötpistole einzubrennen, da die Karte alleine zu klein gewesen wäre. Kurz vor der Fertigstellung versagte die Lötpistole ihren Dienst, da das Gerät nur für kurze Lötarbeiten gedacht war. Also musste für Ersatz gesorgt werden. Christoph brachte am nächsten Tag eine geeignetere Lötpistole mit und die Arbeit konnte fortgesetzt werden.

Teil 5. Die Karte auf den Tisch (Hesindes leitende Hand)

Nun konnte das eigentliche Projekt beginnen; doch wie bekommt man eine Aventurien Karte auf eine riesige Platte? Wir hatten die „einfache“ Idee, die Karte vergrößert auszudrucken. Nachdem wir die 18(!) Seiten Karte gedruckt hatten, klebten wir diese passgenau zusammen und anschließend auf den Tisch.

Da wir uns nicht besser zu helfen wussten, schnitten wir nun die einzelnen Landesgrenzen Aventuriens mit einem Skalpell aus und erstellten so Land für Land eine Schablone deren Grenzen wir mit Bleistift nachzogen.

Anschließend konnten die Brennarbeiten beginnen.

Teil 6. Das Brennen (Ingerimms loderndes Feuer)

Wie schon zuvor beim Logo fingen wir an die Platte Schritt für Schritt mit der Lötpistole zu bearbeiten. Hierbei fiel uns jedoch schnell auf, dass eine Lötpistole als Brennwerkzeug für Feinarbeiten eher ungeeignet ist. Also pilgerten wir wieder in den Baumarkt und besorgten uns einen Brandmalstift. Weiterhin fiel uns auf, dass die Karte gänzlich ohne Details etwas leer und trostlos wirkte.

Wir entschlossen uns deshalb auch noch die größeren Städte, Dörfer, Flüsse und Straßen mit auf die Karte zu bringen. Durch den vor kurzem erworbenen Brandmalstift war dies auch ohne Probleme möglich.
Damit man Straßen und Flüsse voneinander trennen kann (da die Karte schwarz weiß bleiben sollte) entschieden wir uns hierbei die Straßen durch doppelte Linien zu kennzeichnen. Wie auf dem Bild zu sehen ist, entschieden wir hierbei auch nach kurzer Zeit eine Windrose einzufügen.

Um das optische Gleichgewicht zu erhalten musste im Westen ein Gegenpol geschaffen werden. Die Idee war schnell gefunden und Philipps Freundin (Janine) zeichnete uns ein Seemonster welches ein Schiff verschlingt vor. So vervollständigten wir nun die Karte.

Teil 7. Der Zwölfgötterkreis (Praios  wachendes Auge)

Die Karte war nun vollendet jedoch blieb unter der Karte noch ein großes Stück ungenutzt welches man auch nicht hätte absägen können, da die Platte dann kleiner geworden wäre als der Tisch auf dem sie liegt.
Deshalb entschieden wir uns dazu den zwölf Göttern einen Platz auf dem Tisch zu gewähren. Damit diese uns für die zukünftigen Abenteuer wohlgesonnen sein mögen.

Teil 8. Das Ausmalen (Travias Vereinigung)

Nun folgte der mitunter langwierigste und undankbarste Prozess des gesamten Projektes.
Schließlich mussten das Logo sowie der Götterkreis „ausgemalt“ werden. Das große Problem an der Sache war hierbei, dass der Brandmalstift zu schnell abkühlte um damit große Flächen einzubrennen und die Lötpistole zu ungenau war um damit gezielt an Rändern zu arbeiten. Wir entschlossen uns zu einem Kompromiss beider.
Der Brandmalstift wurde genutzt um zunächst die Konturen aller Ränder dicker aufzutragen.
Danach brannten wir mit der Lötpistole die verbleibenden Flächen aus.

Teil 9. Signierung (Rondras Streiter)

Nachdem alle arbeiten vollendet waren entschieden uns für eine Signatur unseres Werkes.
Dafür zeichneten wir zwei identische Wappen auf die unteren Ecken des Tisches.
Jeder von uns schmückte sein Wappen zusätzlich mit seinem favorisierten aventurischen Gott.

Teil 10. Das Lackieren (Schutz vor Efferd)

Die Nutzung einer Pressholzplatte als Tisch erschien uns eher unpraktisch, da verschüttete Getränke beim Spielen nun mal nicht ausbleiben und diese den Tisch dauerhaft beschädigen würden.
Somit entschieden wir uns ein paar Euro zu investieren um den Tisch zu lackieren.
Jedoch war keiner von uns beiden für derartige Arbeiten auch nur ansatzweise qualifiziert genug um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
Deshalb entschieden wir uns dies von einer ausgebildeten Fachkraft in einer nahe gelegenen Lackiererei ausführen zu lassen.
Aufgetragen wurden fünf Schichten Klarlack. Zusätzlich wurden die Ränder mit einer extra harten Farbe schwarz gestrichen um aufsplittern vorzubeugen.
Die Lackierung hatte des Weiteren den positiven Nebeneffekt, dass das Holz nun weniger nach Pressspan sondern eher nach feinem Kork aussieht.

Teil 11. Schwarzlicht (Borons Reich)

Als besonderes Gimmick hängten wir eine Schwarzlicht Lampe über den Tisch und Janine markierte die Landesgrenzen mit einem UV Marker. Zusätzlich erscheint inmitten des Zwölfgötterkreises das Symbol des Namenlosen. Die Schwarzlichtlampe kann nun bei Bedarf vom Spielleiter per Fernbedienung ein und ausgeschaltet werden um dunkle Passagen  sowie das Erscheinen von Dämonen in Abenteuern dramatisch zu unterstreichen.

Teil 12. Fazit (Rahjas Freuden)

Im Großen und Ganzen hat das Projekt uns und unserer Gruppe sehr viel Freude bereitet. Natürlich hätte man einige Schritte durchaus einfacher gestalten können. So merkte zum Beispiel Philipps Freundin kurz vor Ende des Projekts an, dass man die Karte mit allen Details einfacher mit Durschlagpapier auf den Tisch hätte bringen können. Doch wir sind trotzdem sehr mit unserem Ergebnis zufrieden und haben uns nun zum Ziel gemacht den ganzen Raum einen DSA- Flair zu verleihen. So werden noch weitere Brandmalereien an den Wänden angebracht und ein Stoff Himmel unter der Decke befestigt.

Wir hoffen Ihr hattet beim Lesen so viel Spaß wie wir beim Erstellen des Tisches.

Christoph Orths und Philipp Thiele

Das Galahad – jede Menge Altmetall

Donnerstag, 16. August 2012
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Einmal im Jahr wird auf dem Galahad deutsche Battletechgeschichte geschrieben – wir freuen uns, diese einmalige Veranstaltung unterstützen und euch hier mit den Worten der Veranstalter vorstellen zu können.

*****HPG Priority Transmission*****
To: PräzentorXV-Gamma Chrysialis

From: Adept XIV-Delta Rosenrot
Topic: Operation Galahad 3043

„Du darfst nicht zu oft gegen denselben Feind kämpfen, sonst lehrst du ihn noch all deine Kriegskünste.“

Präzentor,

Obiges Zitat scheinen die Häuser zur Zeit ernst zu nehmen. Wie ich Ihnen nicht weiter erläutern muss, ist es momentan in unserem Einflussbereich geradezu beängstigend ruhig.

Offene militärische Bewegungen sind derzeit keine zu vermelden und selbst die Garnisonen verhalten sich ungewöhnlich still.

Umso bemerkenswerter sind einige auf den ersten Blick unauffällige diplomatische Depeschen welche bei näherer Betrachtung einige (unerwartete!) Fragen offen lassen.

Besonders häufig werden in letzter Zeit diverse Welten im Gürtel zwischen Marik- und Kuritaraum erwähnt und zwar sowohl von Absendern aus den Mitgliedsstaaten des Commonwealth-Vertrages als auch in persönlich übermittelten Nachrichten anderer Parteien. Beachtenswert in diesem Zusammenhang ist vor allem der intensivierte Austausch zwischen Sian, Atreus und Luthien.

Unter diesen Umständen empfehle ich eine genauere Analyse der Achse Shiloh – Thorin – Altair. Aufgrund der Spannungen aus dem Krieg von 3039 und dem destabilisierten Umfeld aufgrund vermehrter Raids namentlich der 5ten Lyranische Garde könnten sich hier verheißungsvolle Möglichkeiten ergeben.

Blakes Friede sei mit uns.

*****HPG Transmission Interrupted*****

Worum gehts?

Im Battletech-Universum ist die Operation Galahad ein Militär-Manöver während der Jahre 3026 und 3027, das zwischen den Häusern Davion und Steiner veranstaltet wurde. Im Rahmen des Manövers sollte die Wiedereinführung der Regimentskampfgruppen (RKGs) geübt werden. Gleichzeitig dienten die Manöver der Vorbereitung auf den 4.Nachfolgekrieg.

“Im echten Leben” ist die Operation Galahad eine einwöchige Convention die seit 1993, mit bislang nur einem Jahr Unterbrechung, stattfindet. Die Gäste erwartet hierbei eine komfortable Unterkunft mit Vollverpflegung zu einem günstigen Gesamtpreis.

Szenario technisch begann die Operation Galahad im Jahre 3026 und schreibt heute, 2012, im BattleTech-Universum das Jahr 3043. Während der Galahad wird jedes Jahr ein neues Szenario gespielt, in dem die jeweiligen Seiten in einem Großkonflikt – wie z.B. einer planetaren Invasion – gegeneinander antreten und dies ausspielen.

Die jeweiligen Seiten repräsentieren zumeist eines der Häuser der Inneren Sphäre und deren hintergrundtechnische Haus- oder Söldnereinheiten.

Dabei gibt es auf jeder Seite einen Kommandeur, der mit seinen Bataillonskommandeuren eines oder sogar mehrere Regimenter mit Hilfstruppen auf der strategischen Spielebene koordiniert und steuert.

Auf taktischer Ebene entscheiden die Spieler der Seiten dann den Ausgang dieser strategischen Züge, indem sie in “normalen” BattleTech-Gefechten gegeneinander antreten. Dabei entstehen Spielsituationen, die bei regulären Kämpfen niemals auftreten würden. Die Ergebnisse dieser Gefechte haben direkte Auswirkungen auf den Ausgang des Großgefechtes.

In den taktischen Gefechten wird (abhängig vom Szenario) alles bedient was BattleTech zu bieten hat, sprich Kämpfe mit Mechs, Panzern, Infanterie, VTOLs, Artillerie, Luft-/Raumjägern und allen anderen denkbaren Einheiten. Darüber hinaus wird das Ganze auch durch Sonderregeln wie z.B. Doubleblind oder Nachtkampf ergänzt.

Neben dieser ganzheitlichen “Bedienung” der Gäste wird das Ganze eben noch durch rollenspielerischen Flair aufgewertet und abgerundet, indem die Kommandeure mit ihren Leuten nicht nur das Spiel als solches, sondern auch den Background dieses Spieluniversums beleuchten, “nachspielen” und somit quasi erleben.

Schlussendlich ist die Galahad ein Event, welches die Gemeinschaft in der BattleTech-Szene fördert und durch das einwöchige Beisammensein und seinen besonderen Flair das Hobby der Spieler in einzigartiger Weise ergänzt.

Euch erwartet also eine ganze Woche Spiel, Spaß und Spannung um und mit BattleTech, mit Spielerinnen und Spielern aus dem gesamten europäischen Raum.

Interessiert? Dann schau doch mal bei uns vorbei: www.operation-galahad.de oder besuche uns auf Facebook

Kurz entschlossen? Dann melde Dich direkt an unter: www.operation-galahad.de/pages/anmeldung.php

Termin: Sonntag, 02.09.2012 bis Sonntag 09.09.2012

Ort: Jugendheim am dicken Turm, 97702 Münnerstadt

Szenario:Liao-Expeditionstruppen (verstärkt durch Kurita) gegen die 5te Lyranische Garde (verstärkt durch Davion)

Preis:Je nach gebuchtem Zimmer (145€ bis 170€), siehe Anmeldung.

Zimmerpreise inklusive Essen und Patch, zuzüglich 20€ Kaution fürs Aufräumen und zuzüglich Getränke

RatCon und die Tücken der Technik

Montag, 13. August 2012
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Die Ratcon ist vorbei, und wir vom Ulisses-Team finden, es war ein geniales Wochenende. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an alle, die da waren und vor Ort für die vielleicht tollste Ratcon aller Seiten gesorgt haben.

Ein Bericht folgt in einigen Tagen, wenn wir die Ratcon-Nachbereitung beendet haben. Vorweg müssen wir aber leider einen technischen Fehler unseres PDF-Anbieters beheben. Wir hatten die PDF-Codes, die in die Geschenkpakete  für die vorangemeldeten Ratcon-Spielleiter kamen, bereits vor geraumer Zeit vorbereitet. Zwischen diesem Tag und der RatCon hat DriveThru offenbar Dinge in der internen Code-Verwaltung geändert, was dafür sorgt, dass die PDFs nicht mehr als kostenlos angezeigt werden, sondern nur ein Rabatt verrechnet wird.

Darum die Bitte an alle Spielleiter und Tombola-Gewinner, die einen Ulisses-PDF-Gutschein erhalten haben: Bitte schickt uns eine E-Mail an feedback@ulisses-spiele.de, wir senden euch dann einen neuen Gutscheincode. Bitte tippt uns den alten Code in die Mail, damit wir ihn annullieren können. Als kleine Widergutmachung des zusätzlichen Aufwandes könnt ihr euch statt des auf dem Gutschein verzeichneten Buches ein beliebiges PDF aus unserem E-Book-Shop aussuchen, zu dem wir euch dann einen Download-Code schicken.

In Kürze nochmal:

Bitte eine E-Mail mit dem alten Code und eurem gewünschten Buch an feedback@ulisses-spiele.de. Wir senden euch dann an die Absenderadresse den neuen Code zu.

Vielen Dank noch mal für euren Einsatz und entschuldigt bitte den Mehraufwand.

Mit wehenden Bannern

Mittwoch, 08. August 2012
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Wenn es etwas gibt, dass Autoren und Fans des Schwarzen Auges immer wieder begeistert, dann die Vielseitigkeit und die Inspirationskraft dieser fantastischen Welt. Diese Begeisterung sorgt nicht selten dafür, dass ein bestehendes Konzept aus verschiedenen Richtungen betrachtet wird und Ideen entstehen, die ebenso reizvoll und lohnend sind. Oft genug sind es nur die geplante Seitenzahl oder die notwendige Deadline, die hier Grenzen setzen.

Bei Mit wehenden Bannern zeigte sich schnell, dass viele weitere lohnenswerte Aspekte es eigentlich verdient hätten, bearbeitet, den Fans präsentiert und gedruckt zu werden. Und darum haben wir genau das getan. Aus ursprünglich einmal geplanten 120 Seiten wurden so um die 200 Seiten prall gefüllt mit rasanten Abenteuern und nützlichen Spielhilfen, doch wir würden keine einzige Seite davon missen wollen – nach 120 Seiten waren einfach zu viele Fragen noch offen.

Hier einige der Fragen, die sich die Autoren gestellt und die sie für euch beantwortet haben:

- Welche Meisterpersonen sind (auch über das Abenteuer hinaus) für die Wildermark wichtig und welche Werte haben sie?

- Wie können wir die Szenarien und Abenteuerschauplätze umfangreich nutzbar machen? Beispielsweise mit Karten und ausführlichen Beschreibungen.

- Wie können wir Scharmützel und Schlachten zu einem nutzbaren Spielanteil machen? Durch Spielhilfen zu diesen Arten bewaffneter Begegnung und zu den aventurischen Heerhaufen.

- Wie können wir die Wechselhaftigkeit der Wildermark unterstreichen? Indem man einen Baukasten anbietet, mit dessen Hilfe man sich schnell und unkompliziert einen Kriegsfürsten zusammenstellen kann.

Und natürlich durften die Beschreibungen der Hintergründe in der Wildermark nicht fehlen und damit der Band eine große Nachhaltigkeit erfährt, haben wir sogar einen umfassenden Ausblick auf die Zukunft der Wildermark mit hineingepackt.

So wird die Wildermark dank Mit wehenden Bannern nicht nur Ort eines grandiosen Abenteuers, sondern auch als Schausplatz für eigene Geschichten erschlossen. Ein Buch prallvoll mit Kriegsfürstentum und genug Platz für die wehenden Banner eurer eigenen Helden!

Mit wehenden Bannern

AB191

ISBN 978-3-86889-068-6
Art.-Nr. 13081

VK 30,00 €

Die Insel der Piranha-Menschen

Dienstag, 07. August 2012
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… so lautet der Titel des nächsten Kaphornia-Abenteuerspielbandes, der im Oktober 2012 zur Spielmesse Essen erscheinen wird. Er ist genauso aufgebaut wie “Lugg & Trug”, das heißt: für den Preis einer einzelnen Kinokarte erhältlich, sofort spielbar mit den fertig ausgearbeiteten Helden von Kaphornia, Spieldauer ca. 3 Stunden und die bewährte Mischung aus Action und Humor, die sich für Spieler aller Altersgruppen eignet. Thematisch dreht es sich um eine Piratengeschichte mit Vampiren, mit allem was dazu gehört: Seeschlachten, einsame Inseln, sprechende Papageien … und vielleicht ist ja auch etwas dran an der Legende von einem großen Piratenschatz?

Im Buch sind die bekannten Helden von Kaphornia enthalten, von Gragg dem Barbaren bis Giacomo dem Barden. Anstelle von Xam, Sohn des Xom, wird diesmal jedoch sein Bruder Holm, ein waschechter Untotenjäger, ins Abenteuer ziehen. Die im Buch abgebildeten Helden haben verbesserte Eigenschaftswerte, so dass sie den gestiegenen Herausforderungen der Insel der Piranha-Menschen gewachsen sind. Die Spieler können aber auch mit den Helden weiterspielen, mit denen sie bereits “Lugg & Trug” gemeistert haben und von den magischen Gegenständen profitieren, die sie am Ende des Abenteuers eingekauft haben.

Alle Heldendokumente wird es auf Kaphornia.de zum Download geben, so dass auch Xam zur Insel der Piranha-Menschen aufbrechen bzw. Holm an “Lugg & Trug” teilnehmen kann.

Wer “Die Insel der Piranha-Menschen” schon vorab erleben möchte, der sollte auf der RatCon die Augen offen halten nach der exklusiven Preview-Autorenrunde, die ich am Samstagabend veranstalten werde. Es wird die einmalige Gelegenheit sein, das Abenteuer schon vor der Veröffentlichung kennenzulernen.

Pathfinder: Magie liegt in Luft

Freitag, 03. August 2012
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Seit dieser Woche sind die Ausbauregeln: Magie erhältlich. Was könnt ihr von diesem jüngsten Regelergänzungsband für das Pathfinder Rollenspiel erwarten? Und welche Begleitgeschichten aus der Schreiberwerkstatt lassen sich dazu berichten?

Nun, zum einen gibt es eine lang erwartete neue Basisklasse – den Kampfmagus. Diejenigen, die das englische Original kennen, werden sich wahrscheinlich fragen, warum wir es nicht einfach bei der Bezeichnung Magus belassen haben.

Das war leider nicht möglich, die Verwechslungsgefahr zur bereits existierenden Magier-Klasse wäre zu groß gewesen. Außerdem kommt die deutsche Bezeichnung dem Wesen der neuen Klasse deutlich näher: Ein Kampfmagus ist ein Charakter zwischen zwei Welten – denen des martialisch ausgebildeten Kämpfers und des akademisch gebildeten Magiers. Kurzum: Ein Kampfmagus verbindet das Beste aus Magie und Waffenkampf und bietet auf diese Weise gänzlich neue Möglichkeiten im Spiel.

Klasse Klassen

Aber auch die bereits bekannten magiebegabten Klassen aus Grundregelwerk und Expertenregeln wurden nicht vergessen: Für viele der Basisklassen werden neue Archetypen vorgestellt. Diese bilden eine Möglichkeit, den Charakter noch genauer an ein bestimmtes Spielkonzept anzupassen und verfügen über so manche Fähigkeiten, welche die Grundversion der Klasse nicht besitzt. Dieses Mal werden u. a. hinzustoßen:

Alchemist: Chirurg, Internist, Klonmeister, Mentalist, Präparator, Psychonaut, Reanimator und Vivisektionist

Barde: Berühmtheit, Demagoge, Geisha, Klagesänger, Schallbrecher, Singender Heiler und Tierflüsterer

Druide: Drachenschamane, Haischamane, Hünenstein-Weiser, Mondkind, Rudelführer, Saurierschamane, Sturmdruide und Wiedergeborener

Hexe: Grabhexe, Kräuterhexe, Seehexe und Tierverbündeter

Inquisitor: Exorzist, Infiltrator, Ketzer, Prediger und Sündenzehrer

Kleriker: Herr der Untoten, Klosterbruder, Separatist und Theologe

Kampfmagus (nagelneu): Fluchweber, Schwarzklingenträger, Stabmagus und Zauberklinge

Mystiker: Besessener, Erleuchteter Philosoph, Mystiker der Ebenen, Sterndeuter, Weissager und Zweifach-Verfluchter

Paktmagier: Brutmeister, Eidolonist, Evolutionsmeister und Meisterbeschwörer

Waldläufer: Fallensteller

Wer jetzt noch mitliest, fragt sich wahrscheinlich: Es gibt doch noch mehr magiekundige Klassen?

Das ist richtig, und auch diese werden (auf andere Weise) bedacht: Der Hexenmeister erhält zwei sehr interessante neue Blutlinien: die gekreuzte Blutlinie (d. h. eine Mischung aus zwei bestehenden Blutlinien) und die wilde Blutlinie (eine mutierte Variante der bestehenden Blutlinien, die jeweils über ein besonderes Geheimnis verfügt). Hinzu kommen natürlich noch etliche „normale“ Blutlinien, wie z. B. die Dschinni-, die Ifrit-, die Mariden-, die Schaitan- oder die Rakschasa-Blutlinie.

Der Barde fügt seinem Repertoire einige besondere Auftrittsformen hinzu. Der Druide bekommt neben den Archetypen auch neue Domänen für Tiere und Gelände sowie neue Ungeziefer-Gefährten. Die Hexe möchte natürlich neue Hexereien erlernen und neue Schutzherren aussuchen dürfen, während der Inquisitor domänenähnliche Inquisitionen erhält. Der Magier kann zwei neue Elementarmagieschulen (Metall und Holz) erlernen und der Mönch lernt das neue Regelelement des Mönchschwurs kennen.

Der Paladin schließlich erhält zwar nur einen Archetypen, der in der weiter oben genannten Auflistung nicht enthalten war, jedoch führt dieser Eidgebundene den Paladin in eine Vielzahl von Eiden ein, mit denen ein Spieler die Fähigkeiten seines Charakters individuell anpassen kann.

Neue Talente und Zauber

Was selbstverständlich nie fehlen darf, ist ein eigenes Kapitel voller neuer Talente, die dieses Mal natürlich sehr stark magiebezogen sind. Allein die große Übersichtstabelle der Talente umfasst schon vier volle Seiten! Und bereits die bisher eher spärlich besetzte Rubrik Metamagische Talente enthält neun Neuzugänge, darunter das Talent Wiederhallender Zauber und Thanatopischer Zauber (damit wird das „Leben“ für Untote noch etwas schwieriger).

Noch viel weniger dürfen in einem magiebezogenen Buch neue Zauber fehlen. Die Zauberbeschreibungen umfassen satte 45 Seiten, u. a. Schmankerl wie Befristete Auferstehung (kann böse Überraschungen bereiten!), Besessene Haut (du häutest dich und belebst deine eigene Haut als magische Kreatur!) oder Blitzsprung (sich in einen Blitz verwandeln, 36 m in gerade Linie ohne Gelegenheitsangriff voranbewegen, mit einer Freien Aktion zurückverwandeln und dabei jede Kreatur auf der Linie mit 10W6 Punkten Schaden versehen -). Letzterer ist natürlich ein Stufe-9-Zauber.

Die Regeln der Macht

Soweit zu den „üblichen Verdächtigen“. Ebenso wichtig ist allerdings das Kapitel Magie meistern. Darin wird ein neues Regelelement, die Zauberplage, vorgestellt. Ebenfalls neu sind die Regeln für Zauberduelle. Ich kann mich nur zu gut erinnern, dass die 12-Uhr-Mittags-Szene mit Magiekundigen nie so richtig glücken wollte – jetzt gibt es eigene Regeln dafür!

Des Weiteren sind Regeln für das Rufen von Externaren enthalten, Regeln für die Erschaffung und Veränderung von Konstrukten und neue Vertraute für diejenigen, denen die Eule auf der Schulter zu langweilig ist. Außerdem gibt es einige neue Zauberbücher, die neben den enthaltenen Sprüchen noch gleich einige nette Zusatzinformationen liefern.

Mein Lieblingsteil des Kapitels ist der Bereich Zauberwerkstatt, der eine Anleitung für das Erfinden eigener Zauber bietet. Mit diesen Leitlinien erhalten Spieler und Spielleiter u. a. mehr Sicherheit bei der Frage, auf welcher Stufe ein Zauber korrekt eingeordnet wird, ohne dass er zu mächtig oder zu schwach ausfällt.

Wem das alles immer noch zu konventionell ist, dem bietet Kapitel 4: Worte der Macht eine gänzlich neue Spielwiese, denn hier wird eine neue Magieform eingeführt! Statt umständlich auf vance’sche Weise Zauber zu büffeln und dann eine ganz neue Bedeutung des Ausdrucks fire and forget zu erleben, reicht hier das Kombinieren bestimmter magischer Worte, um Zaubereffekte zu bewirken. Dieses völlig neue Magiesystem kann allerdings dank der Begleitregeln auch mit dem bestehenden Magiesystem friedlich in Einklang gebracht werden.

So viel also zum neuen „Dickband“, wie wir den Band etwas despektierlich nannten. Aber mehr als 250 Seiten geballter neuer Regeln haben auch einen längeren Blogtext verdient. Wir wünschen euch viel Spaß mit dem Band.

Liebe Grüße

Euer Übersetzungsteam

Ratcon 2012 – Update

Donnerstag, 02. August 2012
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Keine zwei Wochen mehr, dann öffnet die Ratcon 2012 ihre Pforten, das Programmheft ist im Druck und als PDF online, die Orga ist hochmotiviert. Die richtige Zeit für ein Update.

Allerlei Exklusives

Vom Erscheinen des Geheimbandes und dem exklusiven Vorabverkauf der Schicksalspfade-Figuren haben wir euch bereits berichtet. Aber die RatCon hat noch mehr Exklusives zu bieten.

Zum einen wird euch aus den Besuchertüten das Abenteuer T10: Odem der Kälte entgegenfrosten, das als kleines Dankeschön an die treuen Das Schwarze Auge-Fans exklusiv auf der RatCon und der DreieichCon 2012 verteilt wird. Wer es also selbst nicht auf eine der beiden Cons schafft, sollte Freunde ansprechen, und sich eines mitbringen lassen.

Außerdem wird es auf der RatCon die ersten beiden Energy-Drink-Dosen aus der Götterkreis-Serie zu kaufen geben. Die Dosen der Reihe sind jeweils auf göttergefällige 12 x 12 Dosen limitiert und werden exklusiv am Ulisses-Stand verkauft. Passend zum Beginn des aventurischen Kalenders im Juli wird es die Dosen Praios und Rondra geben.

Weitere Stargäste

Nach der Drucklegung des Programmheftes konnten wir noch weitere Stargäste für die RatCon begeistern.

Marco Findeisen, Stefan Schweikert und Dorothea Bergermann haben sich angemeldet. Damit sind fünf der sechs Taladur-Autoren vor Ort, um die Taladur-Lesung zu bestreiten. Diese findet übrigens am Sonntag um 13:00 statt, und nicht um 16:00, wie fälschlicherweise im Programmheft gemeldet.

Außerdem werden u.a. folgende Illustratoren und Autoren auf der RatCon unterwegs sein und freuen sich auf den Austausch mit den Fans:

Julian Klippert
Nina Schellhas
Tahir Shaikh
Marc Jenneßen
Marc Bornhöft
Nicole Euler

Shows

Cathain wird ab 20 Uhr, vermutlich draußen, für etwa 2 Stunden ihre Musik zum Besten geben.
Mitte Juni hat die Gruppe ihre neuesten Stücke fertig abgemischt und ist bereit, diese auf
den kleinen Silberschieben der Öffentlichkeit zu präsentieren. Für die Songs LoreLay,
Kriegslied, Rundtanz und Feyertantz haben sie sich nochmal richtig Zeit genommen
und sind mit dem Ergebnis vollauf zufrieden. Wir können nun darauf hoffen, einige dieser Stücke zu Gehör zu bekommen.

Korrektur: Stamm Khamsîn hat leider abgesagt.

Speis und Trank

Es gibt jetzt eine Preisliste der Gastronomie auf der Internetseite der Con: www.ratcon.de.

Battletechmeisterschaft

Das Konzept für die deutsche BattletechMeisterschaft auf dem RatCon steht fest. Diesmal etwas vollkommen anderes:
Turniermodus: Doppel-KO-System

Starterfeld: angedacht für 32 Starter, kann beliebig vergrößert und verkleinert werden,
je nach Anforderung – also: noch anmelden!

Im Startgefecht werden die Weichen für das weitere Turnier für alle beteiligten Spieler gestellt. Es gibt nach dem Startgefecht eine Hauptrunde und eine Rückrunde. Wer ab der Startrunde gewinnt, bleibt in der Hauptrunde. Wer in der Startrunde verliert, kommt in die Rückrunde. Damit ist gewährleistet, dass kein Teilnehmer bereits in der ersten Runde wieder seine Sachen packen muss, sondern eine weitere Runde spielen kann. Über die Rückrunde besteht eine Chance ins Finale zu kommen, allerdings ist sie, gemessen an den Möglichkeiten der Hauptrunde, nur sehr gering.

Grundsätzliches: Bei der DBTM sollen fast alle Techlevel und Zeitschienen gespielt werden.

Weitere Einzelheiten findet ihr im Forum.

Wir freuen uns darauf, euch alle auf der RatCon zu sehen!

Euer Ulisses-Team

Ulisses Spiele wird exklusiver Vertrieb von Tabletop-Art

Mittwoch, 01. August 2012
ulisses-spiele-wird-exklusiver-vertrieb-von-tabletop-art

Die Ulisses Medien & Spiel Distribution GmbH übernimmt ab sofort europaweit den exklusiven Vertrieb für den bekannten Miniaturen- und Miniaturen-Zubehörproduzenten Tabletop-Art.

Tabletop-Art stellt im Schwerpunkt hochwertige Bits- und Zubehörteile für Miniaturen aller Art her und überzeugt durch ein stetig wachsendes, beeindruckendes Sortiment.

„Die Kooperation lag sozusagen in der Luft“, so Markus Plötz, Geschäftsführer von Ulisses Spiele. „Wir sind im Bereich Miniaturen ausgesprochen stark aufgestellt und bringen mit Schicksalspfade nun auch eine eigene Miniaturenreihe heraus. Tabletop-Art ist in Qualität und Vielfalt ein herausragender Hersteller, der sein Sortiment stetig mit neuen Produkten ausbaut, die das Angebot am Markt optimal ergänzen und erweitern. Gemeinsam möchten wir die Kunden umfassend mit allem versorgen, was dieses Hobby so großartig macht.“

Ringo Roidl, Geschäftsführer von Tabletop-Art, kommentiert die Kooperation wie folgt: „Ulisses Spiele ist mittlerweile der Name, der einem in Deutschland in Sachen Miniaturen als erstes in den Sinn kommt. Darum, und wegen der bisher so angenehmen Geschäftskontakte, haben wir uns entschlossen, auf Ulisses zuzugehen, wo man uns mit offenen Armen empfangen hat. Von dieser Zusammenarbeit können beide Seiten und damit der Kunde nur profitieren.“

Die Produkte von Tabletop-Art sind ab sofort über Ulisses Spiele zu beziehen, unter anderem im F-Shop.

Über Ulisses Spiele:

Die Ulisses Medien & Spiel Distribution GmbH ist auf dem Sektor der Fantasy/Science-Fiction-Spiele einer der größten Verlage und Großhändler im deutschsprachigen Raum. Das im Jahr 1991 als Ulisses Spiele gegründete Unternehmen kann auf mehr als 20 Jahre Erfahrung auf dem phantastischen Markt zurückblicken. Seit 2004 publiziert Ulisses Spiele erfolgreich und mit wachsendem Anteil eigene phantastische Titel in den Bereichen Brett- und Karten-, Rollen- und Abenteuerspiele sowie Tabletops und Romane. Seit 2007 gibt die Ulisses Spiele Das Schwarze Auge heraus. Seit 2011 ist Ulisses Spiele der exklusive Vertriebspartner der erfolgreichen Tabletop-Systeme Warmachine und Hordes in Deutschland, Holland, Spanien und Italien. Die Nachwuchsförderung in allen Bereichen des phantastischen Spiels ist erklärtes Ziel der Ulisses Spiele.

Über Tabletop-Art:

Tabletop-Art ist ein führender Hersteller für Miniaturen- und Spielezubehör  im Bereich Tabletop. Das Unternehmen wurde 2010 von Ringo Roidl und Matthias Kneißl in München gegründet, die gemeinsam auf über 40 Jahre Erfahrung im Hobby zurückblicken können. Tabletop-Art konnte sich in kurzer Zeit international einen Namen für kreative und qualitativ hochwertige Produkte machen. Tabletop-Art beschäftigt namhafte Modellierer aus der deutschen Tabletop-Szene. Der Großteil des Sortiments wird in eigener Produktion in München gefertigt.

Kontakt:

André Wiesler
Marketing Ulisses Spiele
Ulisses Spiele Medien & Spiel Distribution GmbH
Industriestr. 11
65529 Waldems Wüstems

E-Mail: andre@ulisses-spiele.de

Webpage: www.ulisses-spiele.de