In Würden spielen – Der Das Schwarze Auge-Tisch

August 21st, 2012 von Gastautor
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An diesem Tisch würde sicher jeder Das Schwarze Auge-Fan nur zu gerne spielen. Im folgenden Blog erläutern die Macher, wie das edle Stück entstanden ist – eine kreative Leistung, die unserer Meinung nach eine Würdigung verdient.

Teil 1.  Zunächst zu uns (Wie Firun durch die Wälder streifte…)

Wir sind zwei Studenten aus Duisburg, die bereits seit der Schulzeit miteinander befreundet sind. Auf Das Schwarze Auge sind wir durch einen weiteren Schulfreund gekommen und sind somit seit nunmehr sechs Jahren dabei. Zunächst spielten wir immer in mehr oder weniger schönen Räumlichkeiten, da wir sonst keinen geeigneten Platz fanden.

Teil 2. Die Idee (Als Tsa ein Kind gebar)

Nach einer kleinen Entrümpelung eines alten Party Kellers in Philipps Haus, hatten wir endlich eine Feste Location. Diese war zunächst noch provisorisch und sollte es auch lange bleiben. So spielten wir die letzten Jahre auf einem zweckentfremdeten Tapeziertisch welcher mehr schlecht als recht war. Bei der Entrümpelung von Christophs Garage fanden wir endlich einen annehmbaren Tisch, den wir natürlich direkt in unseren Keller verfrachteten. Spaßeshalber schlug Philipp vor doch eine Karte von Aventurien auf den Tisch zu brennen. Eine Idee ward geboren. Da es sich bei dem Tisch aber um einen altes Erbstück handelte, beschlossen wir uns eine Platte im Baumarkt zu besorgen.

Teil 3. Die Platte (Phexens Gunst ereilte uns)

Somit zogen wir also mit dem Gedanken uns eine Spanholzplatte im Baumarkt zu kaufen los. Jedoch wurden wir nicht fündig, da die Angeboten Platten zu klein waren. Wir wollten das Feld schon räumen, als uns auf dem Weg zur Kasse eine Platte ins Auge fiel, welche endlich unsere Kriterien erfüllte.
Sie war stabil genug um als Tischplatte dienen zu können und hatte die Maße 210cm x 90 cm. Die Platte selbst diente eigentlich dazu Fliesenkartons auf Europaletten zu trennen damit diese den Transport gut überstehen.
Dreist wie wir sind, haben wir kurzerhand einen Baumarktmitarbeiter gefragt ob die Platte zum Verkauf steht. Netterweise überließ uns der Baumarkt die Platte.

Teil 4. Das Logo (Der ungepflügte Acker der Peraine)

Kaum zuhause angekommen, haben wir uns direkt daran gemacht das „Das Schwarze Auge“ Logo auf den Tisch zu zeichnen und mit einer Lötpistole einzubrennen, da die Karte alleine zu klein gewesen wäre. Kurz vor der Fertigstellung versagte die Lötpistole ihren Dienst, da das Gerät nur für kurze Lötarbeiten gedacht war. Also musste für Ersatz gesorgt werden. Christoph brachte am nächsten Tag eine geeignetere Lötpistole mit und die Arbeit konnte fortgesetzt werden.

Teil 5. Die Karte auf den Tisch (Hesindes leitende Hand)

Nun konnte das eigentliche Projekt beginnen; doch wie bekommt man eine Aventurien Karte auf eine riesige Platte? Wir hatten die „einfache“ Idee, die Karte vergrößert auszudrucken. Nachdem wir die 18(!) Seiten Karte gedruckt hatten, klebten wir diese passgenau zusammen und anschließend auf den Tisch.

Da wir uns nicht besser zu helfen wussten, schnitten wir nun die einzelnen Landesgrenzen Aventuriens mit einem Skalpell aus und erstellten so Land für Land eine Schablone deren Grenzen wir mit Bleistift nachzogen.

Anschließend konnten die Brennarbeiten beginnen.

Teil 6. Das Brennen (Ingerimms loderndes Feuer)

Wie schon zuvor beim Logo fingen wir an die Platte Schritt für Schritt mit der Lötpistole zu bearbeiten. Hierbei fiel uns jedoch schnell auf, dass eine Lötpistole als Brennwerkzeug für Feinarbeiten eher ungeeignet ist. Also pilgerten wir wieder in den Baumarkt und besorgten uns einen Brandmalstift. Weiterhin fiel uns auf, dass die Karte gänzlich ohne Details etwas leer und trostlos wirkte.

Wir entschlossen uns deshalb auch noch die größeren Städte, Dörfer, Flüsse und Straßen mit auf die Karte zu bringen. Durch den vor kurzem erworbenen Brandmalstift war dies auch ohne Probleme möglich.
Damit man Straßen und Flüsse voneinander trennen kann (da die Karte schwarz weiß bleiben sollte) entschieden wir uns hierbei die Straßen durch doppelte Linien zu kennzeichnen. Wie auf dem Bild zu sehen ist, entschieden wir hierbei auch nach kurzer Zeit eine Windrose einzufügen.

Um das optische Gleichgewicht zu erhalten musste im Westen ein Gegenpol geschaffen werden. Die Idee war schnell gefunden und Philipps Freundin (Janine) zeichnete uns ein Seemonster welches ein Schiff verschlingt vor. So vervollständigten wir nun die Karte.

Teil 7. Der Zwölfgötterkreis (Praios  wachendes Auge)

Die Karte war nun vollendet jedoch blieb unter der Karte noch ein großes Stück ungenutzt welches man auch nicht hätte absägen können, da die Platte dann kleiner geworden wäre als der Tisch auf dem sie liegt.
Deshalb entschieden wir uns dazu den zwölf Göttern einen Platz auf dem Tisch zu gewähren. Damit diese uns für die zukünftigen Abenteuer wohlgesonnen sein mögen.

Teil 8. Das Ausmalen (Travias Vereinigung)

Nun folgte der mitunter langwierigste und undankbarste Prozess des gesamten Projektes.
Schließlich mussten das Logo sowie der Götterkreis „ausgemalt“ werden. Das große Problem an der Sache war hierbei, dass der Brandmalstift zu schnell abkühlte um damit große Flächen einzubrennen und die Lötpistole zu ungenau war um damit gezielt an Rändern zu arbeiten. Wir entschlossen uns zu einem Kompromiss beider.
Der Brandmalstift wurde genutzt um zunächst die Konturen aller Ränder dicker aufzutragen.
Danach brannten wir mit der Lötpistole die verbleibenden Flächen aus.

Teil 9. Signierung (Rondras Streiter)

Nachdem alle arbeiten vollendet waren entschieden uns für eine Signatur unseres Werkes.
Dafür zeichneten wir zwei identische Wappen auf die unteren Ecken des Tisches.
Jeder von uns schmückte sein Wappen zusätzlich mit seinem favorisierten aventurischen Gott.

Teil 10. Das Lackieren (Schutz vor Efferd)

Die Nutzung einer Pressholzplatte als Tisch erschien uns eher unpraktisch, da verschüttete Getränke beim Spielen nun mal nicht ausbleiben und diese den Tisch dauerhaft beschädigen würden.
Somit entschieden wir uns ein paar Euro zu investieren um den Tisch zu lackieren.
Jedoch war keiner von uns beiden für derartige Arbeiten auch nur ansatzweise qualifiziert genug um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
Deshalb entschieden wir uns dies von einer ausgebildeten Fachkraft in einer nahe gelegenen Lackiererei ausführen zu lassen.
Aufgetragen wurden fünf Schichten Klarlack. Zusätzlich wurden die Ränder mit einer extra harten Farbe schwarz gestrichen um aufsplittern vorzubeugen.
Die Lackierung hatte des Weiteren den positiven Nebeneffekt, dass das Holz nun weniger nach Pressspan sondern eher nach feinem Kork aussieht.

Teil 11. Schwarzlicht (Borons Reich)

Als besonderes Gimmick hängten wir eine Schwarzlicht Lampe über den Tisch und Janine markierte die Landesgrenzen mit einem UV Marker. Zusätzlich erscheint inmitten des Zwölfgötterkreises das Symbol des Namenlosen. Die Schwarzlichtlampe kann nun bei Bedarf vom Spielleiter per Fernbedienung ein und ausgeschaltet werden um dunkle Passagen  sowie das Erscheinen von Dämonen in Abenteuern dramatisch zu unterstreichen.

Teil 12. Fazit (Rahjas Freuden)

Im Großen und Ganzen hat das Projekt uns und unserer Gruppe sehr viel Freude bereitet. Natürlich hätte man einige Schritte durchaus einfacher gestalten können. So merkte zum Beispiel Philipps Freundin kurz vor Ende des Projekts an, dass man die Karte mit allen Details einfacher mit Durschlagpapier auf den Tisch hätte bringen können. Doch wir sind trotzdem sehr mit unserem Ergebnis zufrieden und haben uns nun zum Ziel gemacht den ganzen Raum einen DSA- Flair zu verleihen. So werden noch weitere Brandmalereien an den Wänden angebracht und ein Stoff Himmel unter der Decke befestigt.

Wir hoffen Ihr hattet beim Lesen so viel Spaß wie wir beim Erstellen des Tisches.

Christoph Orths und Philipp Thiele

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