Traumreise zu gewinnen!

August 27th, 2012 von Matthias Freund
traumreise-zu-gewinnen

Nein, Ulisses verlost keine Kreuzfahrt durch die Charyptik, keinen Städtetrip nach Vinsalt und auch keinen Strandurlaub unter aranischen Palmen. Dennoch lädt euch ein vor kurzem erschienenes Abenteuer auf eine durchaus wörtlich zu nehmende „Traumreise“ ein. Die Rede ist von Der Fluch des Flussvaters, in dessen Verlauf die Helden unter anderem den bisher umfangreichsten Besuch in das Reich des namensgebenden Wesens unternehmen können. Doch welcher Gestalt ist dieses und was erwartet die Helden dort? Das Reich des Flussvaters wartet auf euch!

Nun, zu viel wollen wir natürlich nicht preisgeben, aber wie ein Blick in Am Großen Fluss verrät, handelt es sich weder um einen Ort auf Dere noch um eine Globule, sondern vielmehr um ein waschechtes Traumland. Die wenigen Aventurier, die dieses Reich bisher betreten durften – bestenfalls sogar mehrmals – werden bestätigen, dass keine zwei Besuche einander gleichen. Denn stets wird der königliche Hof des Flussvaters neu erträumt und jedes Mal gibt es noch zauberhaftere Orte und bizarrere Wesen in ihm zu entdecken.

Freunde des Märchenhaften werden also sicherlich auf ihre Kosten kommen, wenn ihre Helden gemeinsam mit Forellen-Biestingern bei dem wohl ungewöhnlichsten Ferdoker Hellen ihres Lebens Spottlieder auf die Angbarsche singen. Wenn sie gegen tapfere Krebsritter wie Ector vom Blauen Steine oder Forfex den Roten um einen Kuss der bezaubernden Nymphe Aralla auf Schaumrössern zur Tjoste antreten. Wenn sie die gigantischen Pfeiler der Zwölfgötterbrücke einmal aus gänzlich anderer Perspektive schauen dürfen. Oder wenn der närrische Scheik Chasamar mit gluckernder Stimme zum Spiel der Bandurria singt, auf dass kein Auge trocken bleibt – bei genauerer Betrachtung ist dies unter Wasser aber wohl auch keine allzugroße Kunst.

Allein, eure Helden werden diese Reise nicht zum Vergnügen antreten, denn wie die Havener intuitiv spüren, scheint der Flussvater den Menschen zu zürnen und sein Reich in Gefahr zu sein. Und tatsächlich beeinflussen sich die Ereignisse im Großen Fluss und die Situation im Reich unter den Wogen gegenseitig. So, wie die Schrecken des Tages sich in unsere Albträume schleichen und ein Nachhall von derlei Träumen noch beunruhigend im Wachzustand verbleibt. Denn etwas Fürchterliches durchstreift die Muhrsape in diesen Tagen: eine leibhaftige Seeschlange hat sich in den Sümpfen eingenistet, ist gewachsen und vergiftet nun Körper und Seelen – selbst die des Flussvaters ist nicht gefeit, ist sie doch mehr als die jedes anderen Wesens mit dem Schicksal des Großen Flusses verbunden.

Wieder einmal liegt es also an Ihren Helden, für einen Sieg gegen die dunklen Mächte zu sorgen – und das unter und über den Wogen. Selten jedoch konnten sie dabei auf solch wundersame und tapfere Verbündete zurückgreifen wie in diesem Abenteuer. Und so werden die Helden sich ihren Weg zu den Freunden und durch alle Gefahren unter Zeitdruck geradezu „erträumen“, nachdem sie mit Hilfe alter Bekannter überhaupt erst einen Weg zum Flussvater auftun konnten. Vor allem aber werden sie die wahren Hintergründe des Fluches aufdecken und ihn schließlich brechen – oder vielmehr ersetzen, denn nichts ist ohne Preis; das gilt noch viel mehr am Königshof des Flussvaters als am Albernischen. Und das alles nur, um sich schließlich einem der gefährlichsten Untiere Aventuriens zu stellen? Mögen Barden und Skalden noch lange von ihren Heldentaten singen!

Um auch einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu geben, sei gesagt, dass Der Fluch des Flussvaters auch in seiner Entstehung etwas Besonderes ist: Als ich gemeinsam mit Matthias Freund im letzten Jahr als frisch gebackener Das Schwarze Auge-Autor dieses Abenteuers übernommen habe, lagen uns die Texte von Tobias Radloff wie ein kleines Puzzle vor, das es spannend wie auch schlüssig zu verknüpfen und zu vollenden galt. Keine leichte Aufgabe, aber während der Arbeit an diesem Abenteuer fügten sich die großartigen Ideen unseres Vorgängers Tobias, die kritischen Anmerkungen unseres Redakteurs Daniel Simon Richter und unsere eigenen Ausarbeitungen zu einem wundervollen Ganzen zusammen. Heute kann ich mit Stolz behaupten, dass in diesem Abenteuer allen etwas geboten wird, Monsterjägern und Träumern, Wildniskundigen und Stadtmenschen. Die Ideen aller Beteiligten haben sich sehr schön ergänzt und wir haben voneinander profitiert.

Wir jedenfalls wünschen euch schon jetzt viel Spaß mit diesem Band und angenehme Träume! Das wohl!

Matthias Freund und Dominic Hladek

Kommentare sind geschlossen.