Archiv für die Kategorie ‘Battletech’

Das Galahad – jede Menge Altmetall

Donnerstag, 16. August 2012
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Einmal im Jahr wird auf dem Galahad deutsche Battletechgeschichte geschrieben – wir freuen uns, diese einmalige Veranstaltung unterstützen und euch hier mit den Worten der Veranstalter vorstellen zu können.

*****HPG Priority Transmission*****
To: PräzentorXV-Gamma Chrysialis

From: Adept XIV-Delta Rosenrot
Topic: Operation Galahad 3043

„Du darfst nicht zu oft gegen denselben Feind kämpfen, sonst lehrst du ihn noch all deine Kriegskünste.“

Präzentor,

Obiges Zitat scheinen die Häuser zur Zeit ernst zu nehmen. Wie ich Ihnen nicht weiter erläutern muss, ist es momentan in unserem Einflussbereich geradezu beängstigend ruhig.

Offene militärische Bewegungen sind derzeit keine zu vermelden und selbst die Garnisonen verhalten sich ungewöhnlich still.

Umso bemerkenswerter sind einige auf den ersten Blick unauffällige diplomatische Depeschen welche bei näherer Betrachtung einige (unerwartete!) Fragen offen lassen.

Besonders häufig werden in letzter Zeit diverse Welten im Gürtel zwischen Marik- und Kuritaraum erwähnt und zwar sowohl von Absendern aus den Mitgliedsstaaten des Commonwealth-Vertrages als auch in persönlich übermittelten Nachrichten anderer Parteien. Beachtenswert in diesem Zusammenhang ist vor allem der intensivierte Austausch zwischen Sian, Atreus und Luthien.

Unter diesen Umständen empfehle ich eine genauere Analyse der Achse Shiloh – Thorin – Altair. Aufgrund der Spannungen aus dem Krieg von 3039 und dem destabilisierten Umfeld aufgrund vermehrter Raids namentlich der 5ten Lyranische Garde könnten sich hier verheißungsvolle Möglichkeiten ergeben.

Blakes Friede sei mit uns.

*****HPG Transmission Interrupted*****

Worum gehts?

Im Battletech-Universum ist die Operation Galahad ein Militär-Manöver während der Jahre 3026 und 3027, das zwischen den Häusern Davion und Steiner veranstaltet wurde. Im Rahmen des Manövers sollte die Wiedereinführung der Regimentskampfgruppen (RKGs) geübt werden. Gleichzeitig dienten die Manöver der Vorbereitung auf den 4.Nachfolgekrieg.

“Im echten Leben” ist die Operation Galahad eine einwöchige Convention die seit 1993, mit bislang nur einem Jahr Unterbrechung, stattfindet. Die Gäste erwartet hierbei eine komfortable Unterkunft mit Vollverpflegung zu einem günstigen Gesamtpreis.

Szenario technisch begann die Operation Galahad im Jahre 3026 und schreibt heute, 2012, im BattleTech-Universum das Jahr 3043. Während der Galahad wird jedes Jahr ein neues Szenario gespielt, in dem die jeweiligen Seiten in einem Großkonflikt – wie z.B. einer planetaren Invasion – gegeneinander antreten und dies ausspielen.

Die jeweiligen Seiten repräsentieren zumeist eines der Häuser der Inneren Sphäre und deren hintergrundtechnische Haus- oder Söldnereinheiten.

Dabei gibt es auf jeder Seite einen Kommandeur, der mit seinen Bataillonskommandeuren eines oder sogar mehrere Regimenter mit Hilfstruppen auf der strategischen Spielebene koordiniert und steuert.

Auf taktischer Ebene entscheiden die Spieler der Seiten dann den Ausgang dieser strategischen Züge, indem sie in “normalen” BattleTech-Gefechten gegeneinander antreten. Dabei entstehen Spielsituationen, die bei regulären Kämpfen niemals auftreten würden. Die Ergebnisse dieser Gefechte haben direkte Auswirkungen auf den Ausgang des Großgefechtes.

In den taktischen Gefechten wird (abhängig vom Szenario) alles bedient was BattleTech zu bieten hat, sprich Kämpfe mit Mechs, Panzern, Infanterie, VTOLs, Artillerie, Luft-/Raumjägern und allen anderen denkbaren Einheiten. Darüber hinaus wird das Ganze auch durch Sonderregeln wie z.B. Doubleblind oder Nachtkampf ergänzt.

Neben dieser ganzheitlichen “Bedienung” der Gäste wird das Ganze eben noch durch rollenspielerischen Flair aufgewertet und abgerundet, indem die Kommandeure mit ihren Leuten nicht nur das Spiel als solches, sondern auch den Background dieses Spieluniversums beleuchten, “nachspielen” und somit quasi erleben.

Schlussendlich ist die Galahad ein Event, welches die Gemeinschaft in der BattleTech-Szene fördert und durch das einwöchige Beisammensein und seinen besonderen Flair das Hobby der Spieler in einzigartiger Weise ergänzt.

Euch erwartet also eine ganze Woche Spiel, Spaß und Spannung um und mit BattleTech, mit Spielerinnen und Spielern aus dem gesamten europäischen Raum.

Interessiert? Dann schau doch mal bei uns vorbei: www.operation-galahad.de oder besuche uns auf Facebook

Kurz entschlossen? Dann melde Dich direkt an unter: www.operation-galahad.de/pages/anmeldung.php

Termin: Sonntag, 02.09.2012 bis Sonntag 09.09.2012

Ort: Jugendheim am dicken Turm, 97702 Münnerstadt

Szenario:Liao-Expeditionstruppen (verstärkt durch Kurita) gegen die 5te Lyranische Garde (verstärkt durch Davion)

Preis:Je nach gebuchtem Zimmer (145€ bis 170€), siehe Anmeldung.

Zimmerpreise inklusive Essen und Patch, zuzüglich 20€ Kaution fürs Aufräumen und zuzüglich Getränke

Die Ratte naht – Programmheft online

Freitag, 20. Juli 2012
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Weniger als ein Monat trennt uns noch von der vielleicht spannendsten RatCon aller Zeiten. Für Vorplaner und Spielleiter, die ihre Runde so legen möchten, dass sie die Highlights nicht verpassen, hier nun das RatCon-Programmheft.

Ratcon – Runden und Helfer: Meldung machen!

Freitag, 06. Juli 2012
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Die Ratcon 2012 wird etwas ganz Besonderes und die Chancen stehen ausgesprochen gut, dass es eine der besten Ratcons aller Zeiten wird. Reiner und sein Team werkeln weiterhin unermüdlich an allen Fronten, das Rahmenprogramm steht und das Programmheft ist auch schon in Arbeit.

Jetzt hoffen wir auf eure Mithilfe von der „anderen Seite“ der Con-Vorbereitungen. Auf der Webpage www.ratcon.de könnt ihr nun bequem eure Rollenspielrunden anmelden und euch einen Überblick verschaffen, welche Runden schon stehen. Die ersten 50 vorangemeldeten Spielleiter erhalten auf der Con ein schickes Geschenkpaket inklusive schmucker Weste, in der die Beute verstaut werden kann.

So eine Con ist im Vorfeld, aber auch vor Ort eine ganze Menge Arbeit. Reiner Heep hat bereits ein erfahrenes Team um sich geschart, aber für das Wochenende in Unna suchen wir noch ein paar fleißige Helfer, die bereit sind, sich für eine bessere RatCon ins Zeug zu legen. Die einmalige Gelegenheit, hinter die Kulissen einer der größten deutschen Cons zu blicken, ein schickes RatCon-Helfer-T-Shirt zu tragen und später sagen zu können: „Auch meinetwegen war die Ratcon so toll“ locken. Gemeinsam für die beste Ratte aller Zeiten!

Interessenten können unter orga@ratcon.de mit Reiner Kontakt aufnehmen.

Stellt euch vor, es ist Krieg und ihr mischt mit!

Mittwoch, 04. Juli 2012
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Das BattleTech Hardware-Handbuch 3039 und die BattleTech Datenbögen 3039 wurden gesichtet und werden diesen Monat noch auf dem Schlachtfeld erwartet.

Wer bereits in der BattleTech-Einsteigerbox interessiert die Fahrzeuge im Datenbogenheft begutachtet hat, bekommt mit den Datenbögen 3039 nicht nur die vollständigen Fahrzeugkampfregeln, um diese einzusetzen, sondern mehr als 30 vorgedruckte Datenbögen für Gefechtsfahrzeuge dieser Epoche. Wer lieber noch ein paar Mechs  mehr in die Schlacht wirft, kann sich aus den über 50 neuen Titanen des Schlachtfelds der Ära 3039 bedienen. Auch die liegen als komplett ausgefüllte Datenbögen vor.

Wer darüber hinaus noch mehr Infos zur Ära 3039 möchte, sollte einen Blick ins Hardware-Handbuch 3039 werfen. Darin werden die bekanntesten Einheiten der Nachfolgekriege im Detail beschrieben. Der Band kombiniert die überarbeiteten Inhalte der alten Hardware-Handbücher 3025 sowie 3026 und bietet selbst für Veteranen viel neues Material.

Michael Mingers

Das 4. Jahrtausend zieht stählern herauf

Donnerstag, 21. Juni 2012
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Im Juli werden das Hardware-Handbuch 3039 und die Datenbögen 3039 erstmals auf Deutsch erscheinen und die Technologie-Geschichte des BattleTech-Universums fortschreiben. BattleTech-Veteran Michael Mingers hat bereits einen ersten Blick hinein geworfen.

Das Hardware-Handbuch 3039

Nach dem Zerfall des Sternenbundes und dem Exodus seiner Kernstreitkräfte versank die Innere Sphäre für Jahrhunderte in Krieg und Chaos. Während der endlos erscheinenden Nachfolgekriege gingen wertvolles Wissen und die alte Hochtechnologie weitestgehend verloren. Erst mit der Entdeckung einer Speichereinheit aus der Ära des Sternenbundes konnte diese Entwicklung gestoppt und wieder umgekehrt werden.

Das Hardware-Handbuch 3039 legt Zeugnis ab über die Entschlüsselung begehrter Geheimnisse, die Wiederentdeckung vergessener BattleMechs und die Entwicklung experimentelle Technologien. Damit ist es das perfekte Einsteigerbuch und eine ideale Erweiterung der BattleTech-Einsteigerbox. Enthalten sind die am weitesten verbreiteten BattleMechs, Fahrzeuge und Luft/Raumjäger der Nachfolgekriege. Jede Maschine wird detailliert dargestellt, begleitet von einer Beschreibung ihrer Geschichte, Möglichkeiten, Spielwerte und ihrer berühmtesten Piloten.

Die Datenbögen 3039

Diese Sammlung wird einen ganzen Haufen vorgedruckter Mech- und Fahrzeugdatenblätter enthalten, welche die Einsteigerbox im großen Maßstab erweitert und ergänzt. Außerdem bietet der Band fertige Szenarien, besondere Schnellstartregeln um eigene Szenarien in aller Kürze zusammen zu basteln sowie die vollständigen Fahrzeugkampfregeln.

Nicht mehr lange und ihr könnt neues BattleTech-Material in Händen halten!

Euer Michael Mingers

Wie Phönix aus der Asche

Dienstag, 19. Juni 2012
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Der Rauch der ewigen Nachfolgekriege hat sich noch nicht gelegt, da wird die Glut der Schlacht aufs Neue entfacht. Aus der Asche der Jahrhunderte erheben sich neue Mächte und mit ihnen die alten Träume von Macht und Herrschaft.

Die BattleMechs und ihre Piloten kommen nicht zur Ruhe. Aber dafür sind sie schließlich weder konstruiert noch ausgebildet worden. Das Hardware-Handbuch 3039 und die dazugehörigen Datenbögen laufen in naher Zukunft vom Fließband. Haltet die Augen offen – allerdings sind zehn Meter hohe Kriegsmaschinen auch schwer zu übersehen.

Hamburg, wir kommen! – Ulisses auf der Nordcon

Freitag, 01. Juni 2012
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Auch in diesem Jahr lassen wir uns die Nordcon natürlich nicht entgehen. Wenn ihr das hier lest, bin ich bereits unterwegs, um Hamburg einmal mehr unsicher zu machen. Und wie immer komme ich nicht allein, sondern habe diesmal Michael Mingers, Daniel Simon Richter und mein Demoteam dabei.

Wir bieten euch durchgängig Das Schwarze Auge-, Pathfinder- und Infinity-Demorunden an, außerdem könnt ihr bei uns das neue Das Schwarze Auge-Miniaturenspiel Schicksalspfade vorab ausprobieren.

Es wird ein von der Mechforce ausgerichtetes Battletechturnier geben und Michael steht euch gerne für alle Fragen rund um die Kampfroboter zur Verfügung. Außerdem könnt ihr Battletech auch im traditionellen Nachtszenario und anderen Rundenangeboten der Mechforce spielen.

Wir halten die Norddeutsche Warmachine-Meisterschaft ab, danke an Thomas Blaas für die Organisation!

Anni Dürr wird ein dualparalleles Das Schwarze Auge-Abenteuer anbieten.

Romanfans kommen mit Lesungen von Mike Krzywik-Groß aus Angbar Mortis und Thomas Plischke aus seinem Justifiers-Roman Autopilot auf ihre Kosten.

Und last but not least bieten wir folgende Workshops an:

Samstag, 02. Juni 2012 12:30 – Splitterdämmerung
Daniel Simon Richter

Schleiertanz und Bahamuths Fluch sind zwei von insgesamt acht geplanten Bänden und leiten den inhaltlich lose verknüpfen Splitterdämmerung Abenteuer Zyklus ein. Anschließend wird über zukünftige Entwicklungen in den Heptarchien und das Schicksal der Splitter informiert.

Sonntag, 03. Juni 2012 15:00 – Mit wehenden Bannern
Daniel Simon Richter und Nico Hoch

Nachdem die Helden in Von eigenen Gnaden am Darpat heimisch geworden sind, geht der Kampf um die Wildermark in die nächste Runde. Es wird berichtet über den aktuellen Stand des Projekts, von großen Schlachten, brüchigen Allianzen und machthungrigen Kriegsfürsten.

Samstag, 02. Juni 2012 17:00 – Hochelfenbox

Marie Mönkemeyer

Das frühe Elfte Zeitalter in Aventurien ist die Zeit der Hochelfen, der echsischen Diener Pyrdacors und der Zwerge und dem Kampf gegen die Drachen. In diesem Workshop könnt ihr Fragen stellen und einen ersten Eindruck bekommen, von dem, was euch in der Box erwartet.

Wir sehen uns vor Ort!

Euer Clemens

Die Farben des Krieges

Donnerstag, 24. Mai 2012
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In diesem Blog-Eintrag beschreibt Bernard Craw einige grundsätzliche Überlegungen zum Schreiben von Military Science Fiction, wobei er speziell auf den für Juni geplanten zweiten Band der Andurienkriege, Zorn , eingeht.

Militärgeschichten für BattleTech zu schreiben ist weit weniger problematisch, als dasselbe vor einem historischen Hintergrund zu tun. Unbestritten ist, dass eine Handlung, bei der ein Krieg im Vordergrund steht, immer auch an Instinkte appelliert, die in der raubtierhaften Natur des Menschen wurzeln. Die Protagonisten werden nicht selten von ihrem Hass auf den Feind geleitet. Wenn dies in einem der Realität entnommenen Setting geschieht, ist es kaum zu vermeiden, sie auf die „verdammten Deutschen“ fluchen zu lassen oder auf die „barbarischen Russen“. Hier bietet die Fantastik, mithin auch BattleTech, die Möglichkeit, das diesbezügliche Potenzial des Lesers in eine ungefährliche Richtung zu lenken.

Der „philosophisch unterlegene Andurianer“ hat ebenso wenig ein reales Gegenstück wie der „wahnsinnige Maximilian Liao“. Hier kann sich der Leser während der Lektüre von den negativen Gefühlen der Protagonisten mitreißen lassen, in den Rausch des Schlachtfeldes eintauchen, ohne für das Zusammenleben in der echten Welt relativierende Einschränkungen vornehmen zu müssen. Deswegen ist es auch unbedenklich, wenn in Stackpoles Warrior-Trilogie die Capellaner die eindeutig bösen, die Kämpfer der Vereinigten Sonnen dagegen die strahlenden Helden sind. Letztlich sprechen wir hier von Weltraummärchen, und da darf das so sein.

Unabhängig von moralischen Überlegungen finde ich es jedoch reizvoller, einen Gegenstand von vielen Seiten zu betrachten. Dazu verwende ich gern unterschiedliche Perspektiven innerhalb eines Romans, und bei BattleTech lasse ich dabei alle involvierten Parteien zu Wort kommen. Ja, die Konföderation Capella ist eine Diktatur, ihr rigoroses Kastensystem widerspricht allem, was wir mit dem Begriff „Freiheit“ verbinden. Aber wenig im Universum ist völlig eindeutig, und Freiheit schließt auch immer die Möglichkeit ein, Fehler zu machen, sich falsch zu entscheiden.

Ich bin ein ausgesprochen freiheitsliebender Mensch, aber es fasziniert mich, gerade auch für Positionen, die nicht meine eigenen sind, literarischen Boden zu erkunden. Mag sein, dass eine Planwirtschaft nicht die ökonomische Schlagkraft einer Marktwirtschaft entwickeln kann, weil letztere die egoistischen Interessen der Beteiligten nicht mit dem Gemeinwohl synchronisiert. Andererseits wird ein zentral gesteuertes System den Wahnsinn unseres Individualverkehrs mit seinen Auswirkungen auf Umwelt und den unweigerlichen Menschenopfern an Verkehrstoten vermeiden können. Den capellanischen Großstädte auf Grand Base habe ich deswegen hocheffiziente öffentliche Verkehrswege gegeben, welche die andurianischen Eroberer staunen lassen. Tunnel mit mehrspurigen Laufbändern erlauben Fußgängern den schnellen Transport, klug geplante Arkologien verbinden als große, manchmal pyramidenartig angelegte Strukturen Grünanlagen mit Wohn- und Arbeitsbereichen – Kleinstädte, kompakt als Gebäudekomplexe realisiert. Aber romantische Schwärmerei ist auch hier nicht angebracht, wer das eine zeigt, sollte auch das andere nicht zudecken – das capellanischen Kastenwesen mit all seinen Härten, besonders für die wie Sklaven gehaltenen Servitoren, ist auch hier omnipräsent.

Ich hoffe, dass Zorn ein bunter, ein vielfältiger Roman geworden ist. Es gibt sie, die Guten und die Bösen und die sehr, sehr vielen normalen Menschen, die irgendwo zwischen den Extremen leben – und es gibt sie auf beiden Seiten.

Manchmal allerdings wird diese Betrachtungsweise schwer, dann nämlich, wenn mich als Autor die kulturelle Prägung des eigenen Heimatplaneten einholt. BattleTech wird vorwiegend in den USA entwickelt, und ich kann verstehen, dass man dort ein distanziertes, manchmal eben auch spielerisches Verhältnis zum dunkelsten Kapitel europäischer Geschichte pflegt. Aber wenn man einer Eliteeinheit schwarze Uniformen gibt und ihnen weiße Totenschädel an die Kragenspiegel steckt, wird mir unwohl. Trotzdem – auf die Death Commandos wollte ich nicht verzichten. Zu faszinierend ist ihre Rolle im BattleTech-Universum, zu wichtig für den Kampf um Grand Base, der im Mittelpunkt von Zorn steht.

Das also war eine wirkliche Herausforderung im Schaffensprozess: Einerseits im fiktiven Universum zu denken, durch die Figuren, die Welt so wahrzunehmen, wie sie es tun, und sie so dem Leser zu vermitteln. Aber andererseits nicht zu vergessen, in welcher Welt dieser Leser lebt, sich davor zu hüten, etwas zu glorifizieren, das abstoßender nicht sein könnte. Und das ist auch die Lösung, die ich anbiete: Die Death Commandos sind genau das – abstoßend. Sie sind die Pathologie des Militärs, sadistische Kampfmaschinen, enthoben alles Edlen und – im positiven Sinne – Soldatischen. Wer das Böse im BattleTech-Universum sucht – hier soll er es finden.

Und in Zorn werdet ihr es finden!


Die Invasionsflotte rückt an

Dienstag, 15. Mai 2012
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Zornso lautet der vielsagende Titel des kommenden BattleTech-Romans von Bernard Craw. In diesem Blog lässt euch der Autor Blut lecken und gibt einen ersten Einblick in die Geschehnisse.

Wer die Sprungpunkte kontrolliert, beherrscht den Zugang zu einem Sternensystem. In Präludium haben die 6th Defenders of Andurien Zenit und Nadir jener Sonne gesichert, um die Grand Base – die wichtigste Militärwelt der Konföderation Capella – kreist,. Nun führt Generalleutnant Mildred Humphreys eine der größten Flotten des Herzogtums gegen den Planeten.

Zorn ist der Titel des zweiten Bandes, der sich den Andurienkriegen widmet. Erlebe einen groß angelegten Feldzug aus nächster Nähe. Denn die Andurianer bieten nicht nur ein komplettes Mechregiment auf. Um auf dem Planeten landen zu können, müssen sie auch den Widerstand auf dem kalten Schlachtfeld im All brechen. Und um ihn zu halten, brauchen sie Heerscharen von Infanteristen. Doch die Capellaner sind nicht gewillt, die in der gesamten Inneren Sphäre gerühmten Earthwerks-Mechfabriken kampflos aufzugeben. Die in den weit verzweigten Stahlschluchten untergebrachten Anlagen werden nicht nur bis zur letzten Patrone, sondern auch bis zum letzten Blutstropfen verteidigt.

Eine weitere Herausforderung ist das Ausbildungsgelände der Death Commandos, das sich Hunderte Quadratkilometer um die Stadt des Todes herum erstreckt. Die Andurianer wollen es wegen seiner erheblichen psychologischen Bedeutung besetzen, müssen sich aber bald fragen, ob nicht vielleicht die Geister seiner früheren Herren bei der Abreise der capellanischen Eliteeinheit zurückgeblieben sind, um den Besatzern das Leben aus den Knochen zu saugen.

Auch Kriegerhaus Fujita ist kaum zu überwinden. Die fanatischen Kämpfer befinden sich auf heimatlichem Grund, kennen tausend Möglichkeiten, den Invasoren auszuweichen und ihnen empfindliche Schläge zu versetzen, wenn diese es am wenigsten erwarten.

Zu allem Übel muss sich Mildred der Tatsache stellen, dass ein Planet mit einer Milliardenbevölkerung nicht allein durch militärische Maßnahmen zu befrieden ist. Die neuen Untertanen müssen für das Herzogtum gewonnen werden. Wer unter capellanischer Herrschaft benachteiligt war, der wird die Befreiung durch die Andurianer sicher willkommen heißen – es sei denn, er verbirgt seine Mordabsichten hinter jenem Lächeln, das niemals von einem capellanischen Gesicht weicht.

Zorn schildert den gesamten Grand Base-Feldzug der Andurianer vom September 3030 bis zum April 3031. Wir treffen viele Bekannte aus Präludium wieder – darunter auch einige, die niemand mehr auf der Rechnung haben dürfte …


Ulisses auf der RPC – Das Programm

Dienstag, 24. April 2012
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Ergänzend zu unserem gestrigen Blog haben wir hier ein PDF des Programms zum Ausdrucken und mitnehmen für euch. Wir freuen uns auf euren Besuch!